Alle Körper weisen Spuren der Einheit auf, erreichen sie aber nicht.
Alles Geschaffene trägt die Spuren des Schöpfers.
Am Anfang steht der Glaube, am Ziel die Schau.
Bedenke: Ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein anderes Stück hast du noch vor dir. Wenn du verweilst, dann nur, um dich zu stärken, aber nicht um aufzugeben.
Befreie mich, o Herr, von der Vielrednerei, an der ich drinnen, in meiner Seele leide; sie ist erbarmungswürdig.
Bei der Muße soll nicht etwa träges Nichtstun locken, sondern das Erforschen und Auffinden der Wahrheit.
Bekehrungen dauern oft ein ganzes Leben.
Besser gläubiges Unwissen als anmaßendes Wissen.
Besser ist Ehe in Demut als Jungfräulichkeit in Stolz.
Besser ist es hinkend auf dem rechten Weg zu gehen, als mit einem festen Schritt abseits.
Besser ist es, mit Strenge zu lieben, als mit Milde zu hintergehen.
Besser ist gläubige Unwissenheit als vermessenes Wissen.
Besser kennt Gott, wer ihn nicht zu kennen bekennt.
Bist du nicht berufen, so mach dich berufen.
Böse taten mir kund von Dingen, die ihnen Sinnesfreude bereiten, allerdings nicht solche Dinge, wie sie Eure Gesetze zu berichten haben.
Brachte Furcht es zuwege, daß du nicht sündigtest, die Liebe bringt es zuwege, daß du selbst nicht sündigen wolltest, wenn du es ungestraft könntest.
Damit ein Anfang ist, wurde der Mensch geschaffen.
Dann der Ehrgeiz – er trachtet einzig nach Prestige und Ansehen, während doch Du, und zwar Du allein, es bist, dem Ehre gebührt und Ruhm in Ewigkeit.
Daraus, daß jedes Verbrechen eine Sünde ist, folgt noch nicht, daß jede Sünde ein Verbrechen ist.
Das ganze Leben des guten Christen ist ein heiliges Sehnen; ein Sehnen nach Gott … In dem kleinen Worte ›Gott‹ ist alles enthalten, was wir erwarten.
Das Gebet ist eine Himmelsleiter. Auf steigt das Gebet und herab steigt Gottes Erbarmen.
Das Geld hat seinen Glanz, größer aber ist der Glanz der Treue.
Das Gesetz der Freiheit ist das Gesetz der Liebe.
Das Haus Gottes sind wir selbst; wir werden in dieser Welt aufgebaut, um am Ende der Zeiten geweiht zu werden.
Das ist die ganze große Wissenschaft, zu wissen, daß der Mensch aus sich nichts ist, sondern, daß er das, was er ist, von Gott ist und für Gott.
Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen.
Das Leben des Menschen muß sich von Tag zu Tag zum Besseren wandeln.
Das Schöne ist der Glanz des Wahren.
Das Wort Gottes gleicht einer Fischangel, die dann ergreift, wenn sie ergriffen wird.
Dein Gebet ist ein Sprechen mit Gott. Wenn du die heilige Schrift liest, spricht Gott zu dir; wenn du betest, sprichst du zu Gott.
Den Irrtum muß man hassen, den Irrenden aber lieben.
Den Namen des Heilands hatte mein Herz mit der Muttermilch eingesogen.
Denen, die Gott lieben, verwandelt er alles in Gutes, auch ihre Irrwege und Fehler läßt Gott ihnen zum Guten werden.
Denn Augen haben und Betrachten ist nicht dasselbe.
Denn Liebe verlieren: das ist dein Tod.
Denn niemand handelt gegen seinen Willen gut, selbst wenn sein Tun gut ist.
Der dich gemacht hat, weiß auch, was er mit dir machen soll.
Der findet kein folgsames Gehör, der sich nicht selbst Gehör gibt.
Der Frieden ist das Gold des Lebens.
Der Gehorsam ist ein gewaltiger Vorzug; nur die vernünftige Kreatur ist seiner fähig.
Der Glaube an einen Gott ist Instinkt, er ist dem Menschen so natürlich, wie das Gehen auf zwei Beinen.
Der Gütige ist frei, auch wenn er ein Sklave ist. Der Böse ist ein Sklave, auch wenn er ein König ist.
Der Herr sagt nicht „Die da reich sind“, sondern „Die da reich werden wollen.“ Die Begierde klagt er an, nicht die Besitztümer.
Der Lohn für unseren Glauben wird sein, daß wir schauen, was wir glauben.
Der Mensch ist die Sehnsucht Gottes.
Der Mensch ist nicht nach dem zu beurteilen, was er weiß, sondern nach dem, was er liebt.
Der Mensch kann nur glauben, wenn er will.
Der Preis deiner Liebe bist du selbst.
Der Sinn für das Gute ist uns eingeprägt.
Der tiefste Grund für die Menschwerdung Christi war der Wille Gottes, uns seine Liebe zu zeigen und sie uns nachdrücklich ans Herz zu legen.
Der Tod ist nicht für schlimm zu achten, dem ein gutes Leben vorangegangen.
Der Tod tötet dich nicht, bist du dir nicht selber der Tod.
Der Tod, den die Menschen fürchten, ist die Trennung der Seele vom Körper. Den Tod aber, den die Menschen nicht fürchten, ist die Trennung von Gott.
Der Verstand schafft die Wahrheit nicht, sondern er findet sie vor.
Der Zeit nach kommt die Autorität zuerst; den sachlichen Vorrang aber hat die Vernunft.
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verläßt.
Die Armen sind die Reichen der anderen Welt.
Die Belohnung für Geduld ist Geduld.
Die erste Morgenstunde ist das Steuerruder des Tages.
Die Feindschaft schlägt dem Herzen weit tiefere Wunden, als je ein Mensch dem Feinde Wunden schlagen kann.
Die Gerechtigkeit ist jene Tugend, die jedem gibt, was ihm gebührt.
Die Sache haben sie gesehen, aber nicht die Ursache.
Die Seele ernährt sich von dem, worüber sie sich freut.
Die Seele ist der beste Teil des Menschen.
Die Sehnsucht betet stets, auch wenn die Zunge schweigt. Wann schläft das Gebet ein? Wenn die Sehnsucht erkaltet.
Die Sucht zu herrschen stürzt das Menschengeschlecht in großes Unglück und bringt es an den Rand des Verderbens.
Die wahrhaft Glücklichen wollen immer das, was sie besitzen.
Die Wahrheit schmeckt süß und bitter; die süße schont, die bittere heilt.
Die Wahrheit wohnt im Inneren des Menschen.
Die Welt ist ein Buch, und wer nicht reist, liest davon nicht eine einzige Seite.
Die Welt sinkt bereits dahin und hat sich dem Greisenalter zugeneigt.
Die Wurzel der Liebe soll das Innerste deines Herzen sein: Aus dieser Wurzel kann nichts als Gutes hervorkommen.
Die Zeiten sind nicht leer, und sie rollen nicht spurlos durch unser Empfinden.
Diese Welt hat ihre Nächte und nicht wenige.
Du hast deine Hand ausgestreckt nach mir, o Gott. Denen bist du auf der Ferse, die vor dir fliehen.
Du hast unser Herz mit deiner Liebe getroffen, und wie Pfeile, die im Herzen haften, tragen wir deine Worte in uns.
Du wolltest Gott sein, obwohl du Mensch warst, und gingst so verloren. Er wollte Mensch sein, obwohl er Gott war.
Echtes Beten kennt keine Vielrederei, denn viel beten ist nicht reden, sondern viel lieben.
Eifersucht streitet um Vorrang; wer hat den Vorrang vor Dir? Zorn will Vergeltung – wer vergilt gerechter als Du?
Ein abgrundtiefes Geheimnis ist der Mensch.
Ein Mensch ohne Leidenschaft ist ein Steinbild ohne Leben.
Ein Mensch, der liebt, tritt fast aus aller übrigen Gerichtsbarkeit heraus. Liebe – dann kannst du tun, was du willst.
Ein tiefer Abgrund ist der Mensch.
Eine Gewohnheit, der man nicht widersteht, wird bald zur Notwendigkeit.
Enthaltsamkeit befiehlst du, o mein Gott. Gib, was du forderst, dann fordre, was du willst.
Erst dann werde ich die Finsternis nicht mehr lieben, wenn ich die Sonne geschaut habe.
Es gäbe keine wandelbaren Güter, wenn es nicht ein unwandelbares Gut gäbe.
Es gibt Geheimnisse in meinem Herzen, von denen nur Du wissen kannst, Herr!
Es gibt keine falsche Lehre ohne irgendwelche Beimischung von Wahrheit.
Es gibt zwei Arten, Gutes zu tun: Geben und Vergeben. Wegschenken, was man erworben hat und verzeihen, was man Böses erdulden mußte.
Es ist ruhmreicher, den Krieg mit dem Worte zu töten, als Menschen mit dem Schwerte, den Frieden durch den Frieden zu gewinnen, nicht durch den Krieg.
Es ist schon ein großer Anfang in der Erkenntnis Gottes, wenn wir, bevor wir zu erkennen vermögen, was er ist, zu erkennen anfangen, was er nicht ist.
Es mögen diejenigen gegen euch wüten, welche nicht wissen, wieviel es kostet, die Wahrheit zu finden, und wie schwer es ist, sich von Irrtümern frei zu halten.
Fehlt einem Staate die Gerechtigkeit, was ist er denn anderes als eine große Räuberbande!
Fremdes Eigentum ist, wenn man Überflüssiges besitzt. Der Überfluß gehört de Armen.
Für dich, o Herr, hast du das Menschenherz erschaffen. Und es findet keine Ruhe als in dir.
Für viele ist gänzliche Enthaltsamkeit leichter als weise Mäßigung.
Geben in Liebe heißt nie verlieren; und wenn man Liebe nicht schenken könnte, wenn man sie nicht hätte, so hat man sie erst, wenn man sie schenkt.
Gebt mir betende Mütter und ich rette die Welt.
Geh durch den Menschen, und du gelangst zu Gott.
Geist wächst nicht auf trockenem Boden.
Gesetz sei die Wahrheit, Königin die Liebe, Endzweck die Ewigkeit.
Gib mir Keuschheit und Enthaltsamkeit – aber jetzt noch nicht.
Glaube, um zu erkennen; erkenne, um zu glauben.
Glauben ist nichts anderes als für wahr halten, was man nicht sieht.
Gott hat sein Ohr an deinem Herzen.
Gott ist wie ein Arzt: Er hört nicht auf den Wunsch des Kranken, er hört nur auf die Forderungen der Gesundheit.
Gott vergißt diejenigen nicht, die sich selbst vergessen und an andere denken.
Gott wird angemessener im Nichterkennen erkannt.
Gott wird nicht größer, wenn du ihn verehrst. Aber du wirst größer und glücklicher, wenn du ihm dienst.
Gott, dich verlassen heißt sterben. Zu dir heimkehren heißt neu zum Leben erwachen.
Gott, du Ewiggleicher, gib, daß ich mich erkenne; gib, daß ich dich erkenne!
Gott, von dir sich abwenden heißt fallen. Zu dir sich hinwenden heißt aufstehen. In dir bleiben heißt sicheren Beistand haben.
Große Kunst gibt Zeugnis von einer großen Seele.
Herr, gib mir die Kraft, alles zu tun, was du von mir verlangst. Dann verlange von mir, was du willst.
Herr, wenn du mich schon nicht findest als einen, der siegt, so finde mich als einen, der ringt.
Hinfallen ist keine Schande, nur liegen bleiben.
Hochmut ist eine Geschwulst. Groß aber krank.
Hören ist die Aussaat Gottes. Die Frucht der Saat ist unser Tun.
Ich getraue mir zu sagen, daß Verheiratete, wenn sie Demut bewahren, besser sind, als die stolzen Asketen.
Ich glaube, weil ich es nicht begreife.
Ich habe mehr Mitleid mit dem, der in Lüsten und Schanden sich freut, als mit dem, der Hartes zu erdulden scheint.
Ich wäre nicht, mein Gott, ich wäre ganz und gar nicht, wärest du nicht in mir.
Ich wollte immer glauben, aber als ich anfing zu fragen konnte ich nicht mehr glauben.
Ich würde dem Evangelium nicht geglaubt haben, wenn ich nicht zuerst zu Christen Vertrauen gefunden hätte.
Ihr sagt: wir haben üble und elende Zeiten. Lebt recht, denn durch ein gutes Leben ändert ihr die Zeiten.
Ihr seid die Zeit. Seid ihr gut, sind auch die Zeiten gut.
Im Auge scheint es mir, es seien nur drei Dinge, die mich noch bewegen können: Angst vor dem Verlust derer, die ich liebe, Angst vor Schmerz, Angst vor dem Tod.
Im Zweifelsfalle laß die Hände davon.
In dir muß brennen, was du in anderen entzünden willst.
In einer Werkstatt hat man nicht den Mut, den Handwerker zu tadeln, in dieser Welt aber nimmt sich jeder Naseweis heraus, an Gott Kritik zu üben.
Irren ist menschlich, aber aus Leidenschaft im Irrtum zu verharren ist teuflisch.
Je mehr in einem Menschen die Gottesliebe herrscht, desto weniger hat die Ungerechtigkeit über ihn Gewalt.
Jedes Sein, auch wenn es verderbt ist, ist gut, insofern es ein Sein ist; es ist schlecht, insofern es verderbt ist.
Jener, der uns ohne unsere Hilfe erschaffen hat, wird uns nicht ohne unsere Zustimmung erretten.
Kaum ist das Wort auf der Zunge, da ist schon die Wunde im Herzen geheilt.
Kein Leid ist sinnlos. Immer gründet es in der Weisheit Gottes.
Kein Staat kann ohne Recht, kein Recht ohne Staat bestehen.
Keine große Tat geschah, deren Mutter sie nicht war.
Keiner von uns sage, er habe die Wahrheit schon gefunden. Laßt sie uns vielmehr so suchen, als ob sie uns beiden unbekannt sei.
Krank sind die, so wie ich es war, denen irgendetwas an Gottes Schöpfung mißfällt.
Laß die Liebe in deinem Herzen wurzeln, und es kann nur Gutes daraus hervorgehen.
Liebe – und tu was du willst.
Liebe ist die Schönheit der Seele.
Liebe ist eine große Ehrfurcht.
Lieber mit der Wahrheit fallen als mit der Lüge siegen.
Man gibt Almosen, um der Not abzuhelfen, aber nicht, um die Faulheit auf die Weide zu treiben.
Man kann die Tugend nach meiner Ansicht kurz und gut definieren als die rechte Ordnung der Liebe.
Man soll die Feinde lieben, nicht weil sie schon Brüder sind, sondern damit sie Brüder werden.
Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel nichts mit dir anzufangen.
Menschlich war es zu irren, teuflisch ist es, leidenschaftlich im Irrtum zu verharren.
Mit dem Herzen müssen wir beten.
Monster sind Teil des Menschengeschlechts.
Nicht durch sich selbst ist die Seele erhaben, sondern durch den, dem sie gehorcht.
Nicht in den Dingen liegt das Böse, sondern in dem unrechten Gebrauch.
Nicht jeder, der uns schont, ist ein Freund, nicht jeder, der uns tadelt, ein Feind.
Nicht mit dem Schwert, sondern mit dem Kreuz machte sich Christus den Erdkreis untertan.
Nicht Worte sucht Gott bei dir, sondern das Herz.
Nichts geschieht ohne den Willen des Allmächtigen. Entweder läßt er zu, daß es geschehe, oder er tut es selbst.
Niemals verliert man die, die man in Jenem liebt, den man nicht verlieren kann.
Niemand hat mich gefragt ob ich geboren werden will, also hat mir niemand vorzuschreiben, was ich machen soll.
Niemand ist reich, der das, was er hat, nicht von der Erde mit fortnehmen kann.
Niemand kann in Wahrheit der Freund eines Menschen sein, wenn er nicht zuvor ein Freund der Wahrheit ist.
Niemand leugnet Gott außer dem, dem etwas daran liegt, daß es Gott nicht gibt.
Niemand vermag einen andern auf die Höhe zu heben, auf der er selbst steht, wenn er nicht ein Stück Wegs zum Standort des anderen herabsteigt.
Nur auf dem Weg der Freundschaft kann man einen Menschen richtig erkennen.
Nur die Liebe mach den Menschen zu dem, was er liebt: Die Liebe zum Guten macht ihn gut, die Liebe zum Bösen macht ihn bös.
Nur die Wahrheit trägt den Sieg davon; der Sieg der Wahrheit ist die Liebe.
Nur große Menschen haben Ketzereien hervorgebracht.
Nur wer die Wahrheit tut, gelangt zum Lichte.
Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen.
O diese Art, begierig anderes Leben kennenzulernen, wenn man zu träge ist, das eigene zu bessern.
Ohne Liebe ist der Reiche arm, den Armen macht sie reich.
Ohne Liebe sind wir uns selbst zur Last, Durch die Liebe tragen wir einander.
Ohne Schmerz liebt kein Herz.
Reiche ohne Gerechtigkeit, was sind sie anders als große Räuberhöhlen?
Sei zuerst Beter, dann Sprecher.
Sieh, wie hilflos die Seele da liegt, die noch nicht wurzelt in dem Felsengrund der Wahrheit!
Singe und wandere, Gott steht am Ende der Straße.
So ist es das höchste Gebot, und so geschieht es, daß jeder zuchtlose Geist sich selbst gereiche zur Strafe.
So schwer schlug dein menschlicher Stolz dich nieder, daß nur die Demut eines Gottes dich wieder aufrichten konnte.
So wie manchmal die Güte bestraft, so kann die Härte ab und zu verzeihen.
Soviel in dir Liebe wächst, soviel wächst die Schönheit in dir. Denn die Liebe ist die Schönheit der Seele.
Strafe ist Gerechtigkeit für die Ungerechten.
Sünde mit Demut verbunden ist besser als Tugend ohne Demut.
Tue, was du kannst, und bete um das, was du nicht kannst, so wird Gott dir geben, daß du es kannst.
Tugend ist, was man mit Leidenschaft tut; Laster ist, was man aus Leidenschaft nicht lassen kann.
Über allem leuchtet die Liebe, die ewig bleibt.
Überlaß dich ohne Widerstand dem Geschick und laß dich von diesem in die Verhältnisse verflechten, in die es ihm beliebt.
Überwinde dich selbst, dann ist die Welt überwunden.
Um Gott zu erkennen, muß man ihn lieben; um die Menschen zu lieben, muß man sie kennen.
Um zu lernen was nottut, ist kein Alter zu alt.
Unbewußtes: Du weißt dies, aber du weißt nicht, daß du es weißt.
Unser Herz ist unruhig, bis es ruht in Gott.
Unsere Freude, unser Friede, unsere Ruhe, das Ende all unserer Beschwerden ist nur Gott. Glücklich, die zu ihm ihr Herz wenden!
Unter dem Blick deiner Augen bin ich mir zur Frage geworden.
Verborgen bleibt mir mein Dasein, bis du mich anblickst, Gott, und meine Finsternis so hell wird wie der Mittag.
Von Natur aus war Petrus ein bloßer Mensch. Durch Gnade wurde er ein Christ; durch eine besondere Gnade einer der Apostel und zugleich ihr Erster.
Wahrhaftigkeit ist die erste Führereigenschaft. Die Lüge kann nur Verführer ausbilden.
Was den Staat zum Staate macht, steckt nicht in seinen Mauern, sondern in seinen Bürgern.
Was der Buchstabe in der Rede, das ist jeder einzelne Mensch in der Bürgergemeinde, im Staate, er ist ihr Grundbestandteil.
Was du begreifst, ist nicht Gott.
Was nützt ein goldener Schlüssel, wenn er die Tür zur Wahrheit nicht öffnet.
Was seine Liebe ist, das ist der Mensch.
Was sind überhaupt Staaten ohne Gerechtigkeitanders als Räuberbanden?
Was sonst, heißt glückselig zu sein, wenn nicht dies: etwas Ewiges erkennend besitzen.
Was tat Gott ehe er den Himmel und die Erde schuf?
Was vermag uns zu trösten in den menschlichen Beziehungen voller Fehler und Mühsal außer Treue und gegenseitige Zuneigung unter wirklich guten Freunden?
Wein erfrischt matte Kräfte, Traurigkeit verscheucht er, alle Müdigkeit der Seele verjagt er.
Welcher Mensch wünscht Mühsale und Verwirrungen? Sie zu tragen, das ist dein Auftrag, Herr, nicht sie zu lieben.
Wenn das Geglaubte unglaubhaft ist, ist es ebenso unglaubhaft, daß das Unglaubhafte in dieser Weise hätte geglaubt werden sollen.
Wenn du doch Gott nicht kennst, woher weißt Du denn, daß du nichts Gott Ähnliches kennst?
Wenn du nicht Teil der Lösung bist, sei Teil des Problems.
Wenn Gott unsere Verdienste krönt, so krönt er nichts anderes als seine eigenen Gaben.
Wenn man fragt, ob einer ein guter Mensch sei, so fragt man nicht, was er glaubt oder hofft, sondern was er liebt.
Wenn später einmal, warum nicht jetzt? Und wenn nicht jetzt, wie später dann einmal?
Wenn wir recht denken, sind wir in Gott; wenn wir recht leben, ist Gott in uns.
Wer den Tod fürchtet, der liebt Gott nicht.
Wer gerne dem Kinde ähnlich sein will, habe nicht seine Unerfahrenheit gerne, sondern seine Schuldlosigkeit.
Wer Glück will, muß erwerben, was ihm kein Schicksalsschlag entreißen kann.
Wer Gott sucht, der findet Freude.
Wer liebt, lebt da, wo er liebt, nicht da, wo er lebt.
Wer nicht eifersüchtig ist, liebt nicht.
Wer sich in seiner Torheit liebt, wird nicht zur Weisheit vordringen.
Wer sich von der Wahrheit nicht besiegen läßt, wird vom Irrtum überwunden.
Wer von Gott erhört werden will, der höre zuerst auf Gott.
Wie kann man sagen, dass Vergangenheit und Zukunft existieren? Wenn doch die Vergangenheit schon nicht mehr ist und die Zukunft noch nicht ist?
Willst du ewige Freude haben, häng Jenem an, der ewig ist.
Willst du wissen, von welcher Art deine Liebe ist: gib acht, wohin sie dich führt.
Wir haben das Leben nicht verloren. Es wohnt vor uns im Gotteslicht.
Wir müssen unseren Nächsten lieben, entweder weil er gut ist oder damit er gut werde.
Wir schulden keinem eine Laudatio, der nur seine Pflicht tut und darüber hinaus nichts.
Wir werden dazu gemahnt, was wir in leichten Dingen tun, und um was wir in schwierigen Dingen beten sollen.
Wir wirken, aber unser Wirken ist ein Mitwirken mit Gottes Wirken, denn seine Gnade kommt uns zuvor.
Wo das Wissen aufhört, beginnt der Glaube.
Wo der Mensch gefallen ist, dort muß er sich wieder aufrichten, um wieder hochzukommen.
Wo die Erkenntnis aufhört, da baut sich der Glaube auf.
Wo die Liebe wohnt, wohnt Gott.
Wunder geschehen nicht im Widerspruch zur Natur, sondern nur im Widerspruch zu dem, was uns über die Natur bekannt ist.
Zeit ist Leben, und Leben ist Verantwortung, und Verantwortung bestimme eure Zeit.
Zeit wohnt in der Seele.
Zwar sagen wir wahrscheinlich mit Recht, daß wir alles, was wir wissen, auch glauben; aber nicht alles, was wir glauben, wissen wir auch.