Das Wort: Wir sind zufrieden! Macht uns’re Weisheit aus. Wir seufzen doch hienieden Vom Glück nicht viel heraus.
Der Bedrücker – Stadt und Land fühlt sein Gewicht, Leider nur der Galgen nicht!
Der Rang der Stände Ist nur Menschenwerk und Brauch; Doch die Lieb‘ ist Gotteshauch.
Doch Mut, nur Mut in jeder Lage, Wo uns ein Dornenwald umstarrt! Die Morgenröte bessrer Tage Glüht hinter’m Berg der Gegenwart.
Erfahrung lehrt: Wer mäßig wünscht, der wird erhört.
Geheime Liebe fordert Schweigen, Und Edelsinn in dem nicht eigen, Der laut und prahlend davon spricht.
Kummer lockt entflohnes Glück Nimmer aus der öden Höhle Der Vergangenheit zurück.
Man gucke doch nicht immer in das Buch! Auch auf dem Markt erschallt manch guter Spruch.
Nur Feigen, die sich selbst verlassen, legt die Verzweiflung Fesseln an.
Tadeln können alle Toren, Aber besser machen nicht!
Uns bleibt – was man auch forscht und sinnt – Des Weibes Herz ein Labyrinth Voll tiefer Dunkelheit.
Wer bei dem Wege baut, hat viele Meister.
Zwischen dem Begehren und der Befriedigung liegt stets das Bestreben; ist dieses redlich und auf vernünftige Überzeugung begründet, so wird die Befriedigung eine wahrhafte, eine glückliche sein.