Weisheiten W

Wähle das Beste, Gewohnheit wird es angenehm und leicht machen.
Wahrhaft gebt ihr erst, wenn ihr von euch selbst gebt.
Wär‘ auch die ganze Welt mit Dornen rings umstellt, ein Herz, das Liebe fühlt, bleibt stets ein Rosenfeld.
Wärst du an meiner Stelle, du würdest anders denken.
Wärst du kein Bösewicht und unersättlicher Geizhals, so ließest du die Asche der Toten ruhen.
Was als Tat verwerflich ist, ist auch in Worten nicht zu dulden.
Was auch immer du lernst, du lernst es für dich.
Was die Augen sehen, ist Wissen. Was das Herz weiß, ist Gewissheit.
Was die Menschen wünschen, glauben sie im Allgemeinen gern.
Was dir die Gottheit gab, das teile mit dem, der in Not ist.
Was dir geschieht, ist dir von Gott beschieden; doch deines Schicksals Wurzel ist der Traum.
Was du auch tust, tu es klug und bedenke das Ende.
Was du gelernt hast, erhalte durch Übung.
Was für den Feind vorteilhaft ist, wird dir selbst zum Nachteil, und was dir hilft, schadet dem Feind.
Was Gott für die Welt ist, sind die Eltern für ihre Kinder.
Was ich an meinem Nächsten tadele, das soll ich auch selber nicht tun.
Was immer in Hast erstellt, ist vergebene Müh.
Was macht den Wert des Menschen aus? Das, wonach er sucht.
Was man nicht beachtet, das verliert seine Kraft; worüber man zürnt, das scheint man dadurch als wahr anzuerkennen.
Was rau ist, Liebe macht es weich, macht Heldenseelen zag, den Feigen kühn, den Armen reich und wandelt Nacht in Tag.
Was selten ist, das hat den größten Reiz.
Was uns am Leben erhält, kann uns auch krank machen.
Was wir möchten, das glauben wir gern.
Was zu der Liebe Preis ich je ersann, verstummte, als die Liebe selbst begann.
Weder der Zorn des Himmels noch die Angriffe von Feinden sind so fatal (tödlich) wie Genuss (Vergnügen), wenn sie den Geist infiziert.
Wegen bloßer Gedanken wird niemand bestraft.
Weiberart ist’s, allzu schnell entflammt zu sein.
Weil er schweigt, sitzt der Falke auf der Hand des Königs. Weil die Nachtigall singt, ist sie im Käfig eingesperrt.
Wein richtet die Schönheit zugrunde; durch Wein wird die Blüte des Lebens verdorben.
Weise ist der Mensch, der Dingen nicht nachtrauert, die er nicht besitzt, sondern sich der Dinge erfreut, die er hat.
Weisheit entsteht durch Leiden.
Weisheit ist die stärkste Waffe.
Weiter unten stehen Zitate jeweils bei dem Urheber, dem sie im Allgemeinen zugeschrieben werden.
Welche Lust kann größer sein als der Ekel an der Lust selbst.
Welche Strafe ist größer als die Wunde des Gewissens?
Wende dich ab von den Sorgen, überlass alle Dinge dem Schicksal. Freu dich des Guten, das heute dir lacht, und vergiss darüber alles Vergangene.
Wenn alle Türen geschlossen und die Fenster verdunkelt sind, darfst du nicht glauben, allein zu sein. Denn Gott ist bei dir und dein Schutzengel. Und weshalb sollten sie Licht brauchen, um zu sehen, was du tust?
Wenn auch die Sorge, Unglück erweckend, den Schlaf vom Herzen vertreibt: Am Ende naht sich das Wissen auch dem, der sich sträubt.
Wenn dein Herz mutig ist, so habe keine Angst, dass du verloren gehst.
Wenn der Geist Gottes herabsteigt, so ist die Geduld seine unzertrennliche Begleiterin.
Wenn die Herren sich schlagen, krachen den Knechten die Köpfe.
Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil.
Wenn die Lippen schweigen, hat das Herz hundert Zungen.
Wenn die Seele nicht schön ist, kann sie das Schöne nicht sehen.
Wenn die Türe zu deinem Herzen offen steht, sieh zu, dass der Durchgang nicht zu schmal ist.
Wenn du das Ende von dem erreicht hast, was du wissen solltest, stehst du am Anfang dessen, was du fühlen solltest.
Wenn du dir deines eigenen Wertes bewusst bist, wirst du nicht untergehen, denn die Vernunft ist dein Licht, dein Leuchtturm der Wahrheit und die Quelle des Lebens.
Wenn du dir eine Perle wünschst, such sie nicht in einer Wasserlache. Wer Perlen finden will, muss bis zum Grund des Meeres tauchen.
Wenn du glücklich bist, ertragen dich die anderen nicht.
Wenn du gut sein willst, dann nimm zuerst an, dass du schlecht bist.
Wenn du mächtig bist, sei sanftmütig, damit die anderen dich achten und nicht fürchten.
Wenn du nicht bereit bist, dein Leben zu ändern, kann dir nicht geholfen werden.
Wenn du traurig bist, dann schau in dein Herz und du wirst erkennen, dass du weinst um das, was dir Freude bereitet.
Wenn du weißt, dass du etwas auf jeden Fall erfahren wirst, so beeile dich nicht, danach zu fragen, denn dieses schadet deinem Ansehen.
Wenn es anderen erlaubt ist, so ist es deswegen noch nicht dir erlaubt.
Wenn es einmal geschehen sollte, dass du dich nach Äußerlichkeiten richtest und jemandem gefallen willst, so wisse: du hast deinen Widerstand verloren.
Wenn ich schweige, erfahre ich die Unzulänglichkeiten der anderen und verberge meine eigene.
Wenn ihr fröhlich seid, schaut tief in euer Herz, dann werdet ihr entdecken, dass ihr euch eigentlich über ein durchgestandenes Leid freut.
Wenn man etwas haben will, was man noch nie gehabt hat, so muss man etwas tun, was man noch nie getan hat.
Wenn man jemanden, der einen gebissen hat, wieder beißt, handelt man wie ein wildes Tier, nicht wie ein Mensch.
Wenn man sieht, dass das Universum Lebewesen hervorbringt, die belebt und weise sind, sollte es nicht als belebt und weise angesehen werden?
Wenn nicht Meinung gegen Meinung offen gesagt wird, lässt sich die bessere nicht herausfinden.
Wenn sich zwei Schwache zanken, so endigt oft ein Dritter, Mächtigerer zu seinem Vorteil den Streit.
Wenn wir über den Schatten streiten, übersehen wir das Wesentliche.
Wenn zwei Frauen sprechen, sagen sie nichts aus; wenn eine Frau spricht, enthüllt sie das ganze Leben.
Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger.
Wer aus seinen kleinen Leiden viel Wesens macht, den schlägt Gott mit seinen großen.
Wer da handelt, der hat gewöhnlich den Gewinn; wer alles überlegt und zaudert, der nicht.
Wer das Geld hat, segelt mit sicherem Winde.
Wer dem unausweichlichen Schicksal sich in rechter Weise fügt, der gilt als weise uns und kennt der Götter Walten.
Wer den Frieden will, bereite den Krieg (vor).
Wer die Angewohnheit hat, seinen Vater zu belügen und zu betrügen, wird es noch viel wagemutiger gegenüber anderen versuchen.
Wer einen Krieg recht führen will, muss nicht den Ereignissen nachgehen, sondern den Ereignissen vorauseilen.
Wer etwas von seinen Gütern gibt, der gibt wenig. Wer aber etwas von sich selbst gibt, der gibt wahrhaftig.
Wer flieht, der kann sich noch zum zweiten Mal schlagen.
Wer Geld hat, segelt mit günstigem Wind.
Wer gern verschenkt, von dem ist Reichtum fern, und wer den Reichtum hat, verschenkt nicht gern.
Wer gesund bleiben will, muss immer so leben, als wenn er eine Kur gebrauchte.
Wer große Geschenke gibt, will dass ihm wiederum Große gemacht werden.
Wer gut von dir denkt, dessen Vorstellung von dir mach wahr.
Wer gute Ideen hat, sie aber nicht mitteilen/verwirklichen kann, ist genauso bedauernswert, wie der, der keine hat.
Wer in der Jugend konnte das Kalb bezwingen, dem wird es auch später mit dem Ochsen gelingen.
Wer Kummer hat, altert in einem Tag.
Wer mit dem Schlechten sich vergleicht, muss seinen Ruf verlieren.
Wer mit der eignen Ehre schlecht verfahren, wird auch der andern Ehre nicht bewahren.
Wer nicht Neid erregen kann, ist auch nicht in der Lage, Bewunderung hervorzurufen.
Wer nicht sein eigener Meister, ist nicht frei.
Wer nichts verlieren kann, darf etwas wagen.
Wer schweigt, gibt damit keineswegs unter allen Umständen etwas zu; sicher ist nur, dass er nichts bestreitet.
Wer seine Moral wie sein bestes Kleidungsstück trägt, wäre besser nackt.
Wer sich gegen Unrecht nicht wehrt, der ist nicht sicher vor dem Schwert.
Wer sich über Kritik ärgert, gibt zu, dass sie verdient war.
Wer sich zur Tat entschließt, dem gehört der Sieg.
Wer so lebt, dass er mit Vergnügen auf sein vergangenes Leben zurückblickt, lebt zweimal.
Wer Tugend verehrt, wandelt auf leuchtender Bahn.
Wer unbeneidet wandelt, ist nicht neidenswert.
Wer Verzeihung wünscht von dem, der über ihm steht, der erlasse die Schuld dem, der unter ihm steht.
Wer von niemandem beneidet wird, der ist nichts wert.
Wer weise ist, freut sich im schweigsamen Herzen.
Wer anderen schadet, schadet sich selbst.
Wertlos ist, was du weißt, wenn nicht auch andere wissen, dass du es weißt.
Wider eiteln Übermut der Menschen tritt der eigne Mund, ein wahrer Selbstankläger, auf.
Wie angenehm ist es, über das Meer zu blicken, wenn der Sturm die Wellen peitscht, und von der Sicherheit des Landes aus den verzweifelten Kampf anderer zu betrachten.
Wie auch das alte Sprichwort sagt, erfreut der Gleichaltrige den Gleichaltrigen.
Wie Blinde zu gut (scharf) Sehenden, so verhalten sich die, die nie eine Reise gemacht haben, zu Vielgereisten.
Wie der Herr, so (auch) der Knecht.
Wie der Hirt, so die Herde.
Wie die Menschen sind, so beurteile deren Gebräuche.
Wie die Samen, die unter der Schneedecke träumen, träumen eure Herzen vom Frühling. Vertraut diesen Träumen, denn in ihnen verbirgt sich das Tor zur Unendlichkeit.
Wie die Tage sich ändern, die Gott vom Himmel uns sendet, ändert sich auch das Herz der Erde bewohnenden Menschen.
Wie heilsam ist doch weiser Männer Umgang!
Wie kann man von Licht sprechen, wenn man nicht, wenigstens einmal, die Erfahrung der Finsternis gemacht hat.
Wie mit den Füßen, so darf man auch mit den Hoffnungen nicht zu weit ausholen.
Wie nichtig ist doch das Leben!
Wieviel mehr nützt es, die Geschlechtsteile als den Verstand zu kitzeln.
Wir Athener betrachten Beratungen nicht als Hindernisse auf dem Wege des Handelns, sondern wir halten sie für notwendige Voraussetzungen weisen Handelns.
Wir borgen oft von unserer Zukunft, um die Schulden unserer Vergangenheit zu zahlen.
Wir erkennen nur ein einziges Gemeinwesen für alle an: die Welt.
Wir haben zwei Ohren und einen Mund, also sollten wir mehr zuhören als wir sagen.
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.
Wir leihen (borgen) oft von unserer Zukunft, um die Schulden unserer (aus der) Vergangenheit zu zahlen.
Wir sollten auf die Lebensreise vor allem solche Dinge mitnehmen, die bei einem Schiffbruch mit uns gerettet werden können.
Wir steigen nicht auf das Niveau unserer Erwartungen, wir fallen auf das Niveau unserer Ausbildung.
Wir tun Unrecht und handeln gottlos, wenn wir Tiere töten und uns von ihrem Fleisch nähren, da wir dann unsere Verwandten morden.
Wirklicher Schmerz trauert, wenn keiner es sieht.
Wo die Liebe erwacht, stirbt das Ich, der dunkle Despot.
Wo du auch sein magst und in welcher Situation du dich auch befindest, versuche immer ein Liebender zu sein und ein leidenschaftlicher Liebender.
Wo ein großer Schatz liegt, da wartet auch eine große Schlange.
Wo es einem gutgeht, da ist sein Vaterland.
Wo etwas Angenehmes ist, muss auch Unangenehmes sein.
Wo Gegengift ist, bringt nicht Gift den Tod.
Wo keine Furcht ist, da ist auch keine Besserung.
Wo Klugheit gilt, da schafft Gewalt nichts.
Wo man Gewalt braucht, ist die Lust nicht groß.
Wo zwei Ratschlag nehmen, gibt es keinen Mangel an Plänen.
Wundere dich nicht über das, was deine Feinde sagen, sondern über das, was sie ausgelassen haben.