Weisheiten U

Über alles, was du hinter oder vor dir liegen siehst, musst du hinausgehen, wenn du über dich selbst hinausgehst.
Über die Kraft kann keiner, wie sehr er auch eifere, kämpfen.
Über einen Unglücklichen lache nicht.
Über sein Vermögen hinaus ist niemand verpflichtet.
Über Tote soll man nur Gutes reden.
Überall verschafft Geld dem Menschen Ehre und Schönheit; es dient als Zunge dem, der sprechen will, und als Pfeil dem, der Krieg zu führen wünscht.
Überlasse die Entscheidung nicht der Leidenschaft, sondern dem Verstand.
Um das Herz und den Verstand eines Menschen zu verstehen, schaue nicht darauf, was er erreicht hat, sondern wonach er sich sehnt.
Um sich zu bessern, braucht man entweder einen guten Freund oder einen harten Feind.
Und darein, woraus die Dinge entstehen, vergehen sie auch wieder, wie es bestimmt ist.
Und das, was in euch singt und nachdenkt, weilt noch in den Grenzen jenen ersten Augenblicks, der im Weltraum die Sterne ausstreute.
Und glaube nicht, du kannst den Lauf der Liebe lenken, denn die Liebe, wenn sie dich für würdig hält, lenkt deinen Lauf.
Und mein Inneres ist nämlich nicht aus Horn.
Und seit jeher war es so, dass die Liebe erst in der Stunde der Trennung ihre eigene Tiefe erkennt.
Unendlich ist der Vergangenheit und der Zukunft Zeit; die Zeit der Gegenwart ist begrenzt.
Ungestraft zu tun, was einem beliebt, heißt König sein.
Unglücklichen gegenüber ist Scherz unmenschlich.
Unheil erreicht meist den Lästerer.
Unkraut wächst in zwei Monaten, eine rote Rose braucht dafür ein ganzes Jahr.
Unmöglich können wir das Betragen anderer mit Strenge prüfen, wenn wir nicht selbst zuerst unsere Pflicht erfüllen.
Unser Glaube ist die Auferstehung der Toten.
Unsere geheimsten Tränen suchen nie unser Auge.
Unsere Seelen gleichen zarten Blumen, mit denen die Stürme des Schicksals Mitleid haben. Sie erzittern im Morgenwind und neigen ihre Häupter unter den Tautropfen, die vom Himmel fallen.
Unsicheres Glück lässt uns den Freund erkennen.
Unter drei und über neun sollen keine Gäste sein.