Weisheiten N

Nachher ist sogar ein Narr klug.
Nahrungsmittel sollen Heilmittel, Heilmittel Nahrungsmittel sein.
Nicht alles Große ist gut, aber alles Gute ist groß.
Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Vorstellungen von den Dingen. So ist der Tod nichts Furchtbares – nein, die Vorstellung vom Tode, er sei etwas Furtbares, das ist das Furchtbare.
Nicht die Sprüche sind es, woran es fehlt; die Bücher sind voll davon. Woran es fehlt, sind Menschen, die sie anwenden.
Nicht gleich anfangs zeigten die Götter den Sterblichen alles, sondern sie finden das Bessere suchend im Laufe der Zeiten.
Nicht in dem Großen liegt das Gute, sondern in dem Guten liegt das Große.
Nicht leicht zu hüten ist des Gartens reife Frucht.
Nicht nachbedenken, sondern vorbedenken soll der weise Mann.
Nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen bestimmen das Zusammenleben.
Nicht zu sehr darf man einem Plan vertrauen, da das Schicksal seine eigene Rechnung aufmacht.
Nichts erhält die Gesetze so wirksam wie ihre Anwendung gegen hoch gestellte Personen.
Nichts ist falscher als die törichten Vorurteile der Menschen, nichts törichter, als Scheinheiligkeit.
Nichts ist kummervoller, als unstet und flüchtig.
Nichts ist leichter als Selbstbetrug, denn was ein Mensch wahr haben möchte, hält er auch für wahr.
Nichts ist unbegründeter als die dummen Vorurteile der Menschen, nichts verlogener als geheuchelte Sittenstrenge.
Nichts ist unverständiger, nichts übermütiger als die große Masse.
Nichts ist wahrlich so wünschenswert und erfreuend, als wenn Mann und Weib, in herzlicher Liebe vereinigt, ruhig ihr Haus verwalten: dem Feind ein kränkender Anblick, aber Wonne dem Freund.
Nichts schafft größeren Nutzen als ein freimütiges Wort. Doch allzu großer Freimut bringt Verdruss mit.
Nichts schöner als Frieden gibt es für die Menschen; besser ein Frieden als unzählige Triumphe.
Nichts ziemt sich weniger als dünkelhafter Wahn, zumal für junge Menschen.
Niemand gehört auf das Schlachtfeld, der nicht erfahren und erprobt ist.
Nimm das Wort der Erfahrung, ich sage die Wahrheit: Untätigkeit ist am sichersten bei Gefahr.
Nirgendwo ist die Freiheit so notwendig wie in der Ehe.
Nüchtern sein und zweifeln, das ist der Kern der Weisheit.
Nur die wenigsten vermögen es, ihrem besten Freund große Erfolge aufrichtig zu gönnen.
Nur gezwungen trägt der Mensch das Sklavenjoch.
Nur Milde macht uns den Göttern ebenbürtig.
Nur sehr wenige Dinge ereignen sich zur rechten Zeit, und alles Übrige ereignet sich überhaupt nicht.
Nur seltenen Menschen ist es angeborene Art, den hoch beglückten Freund neidlos zu ehren.
Nur weil du dich nicht für Politik interessierst, heißt das noch lange nicht, dass die Politik sich nicht für dich interessiert.
Nur wenige verstehn es ja, den glücklich heimgekehrten Freund neidlos zu ehren.
Nur wenn dein Wissen von dir selber sich befreit, ist dein Erkennen besser als Unwissenheit.