Weisheiten K

Kein Mensch soll glauben, dass ihn jemand liebt, wenn er niemanden liebt.
Kein Mensch, der in Furcht oder Sorge oder Chaos lebt, ist frei, aber wer sich von Sorgen, Furcht und Chaos befreit, wird dadurch auch aus der Sklaverei befreit.
Kein Sterblicher fühlt an des Glückes Genuss sich gesättigt.
Kein Übel ist ehrenwert; aber der Tod ist ehrenvoll; darum ist der Tod nicht böse.
Keine Gewalteinwirkung schwächt grausamen Geiz.
Keine Treue währt den Sterblichen je lange, wenn das Glück schwankt.
Keinen schöneren Anblick hat der Barmherzige je erschaffen als zwei Liebende ruhend auf einem Lager innig umstrickt.
Keiner erhält das Leben zum Eigentum, alle zum Nießbrauch.
Keiner ist in allem glücklich.
Keiner von uns, der nicht sündigte.
Kenntnisse bedeuten nichts ohne Macht.
Kleine Freunde können sich als große erweisen.
Kleine Gelegenheiten sind oft der Anfang zu großen Unternehmungen.
Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem Himmel, sondern entwickeln sich aus täglichen Sünden wider die Natur. Wenn sich diese gehäuft haben, brechen sie unversehens hervor.
Kurz scheint das Leben dem Glücklichen, doch wer im Elend, dem scheint selbst eine Nacht unendlich lange zu währen.