Zitate von Georg Wilhelm Friedrich Hegel 

Das Beste in der Welt ist das, was der Gedanke hervorgebracht hat.
Gewohnheit ist eine subjective Nothwendigkeit.
Pferd und Eisen sind die absoluten Organe, wodurch eine gegründete Macht herbeizuführen ist.
Der Staat ist die Wirklichkeit der sittlichen Idee.
Das Schöne ist wesentlich das Geistige, das sich sinnlich äußert, sich im sinnlichen Dasein darstellt.
Nichts kommt ohne Interesse zustande.
Der Staat an und für sich ist das sittlichste Ganze, die Verwirklichung der Freiheit; und es ist absoluter Zweck der Vernunft, das die Freiheit wirklich sei.
Wahrheit ist es, vor der die Meinung erbleicht.
Die Jurisprudenz ist das Subsumieren des Besonderen unter das Allgemeine, das Zusammenschließen derselben.
Im Recht ist der Inhalt die persönliche Freiheit.
Der Widerspruch ist das Erheben der Vernunft über die Beschränkungen des Verstandes.
Eigensinn ist die Parodie des Charakters.
Partei ergreifen ist: ein besonderes Interesse haben, eine einseitige Sache vertreten.
Die christliche Religion ist die Religion der absoluten Freiheit: und nur für den Christen gilt der Mensch als solcher in seiner Unendlichkeit und Allgemeinheit.
Der Begriff ist die Wahrheit der Substanz.
Das, was ist zu begreifen, ist die Aufgabe der Philosophie, denn das, was ist, ist die Vernunft.
Die Person muß sich eine äußere Sphäre ihrer Freiheit geben, um als Idee zu sein.
Das Reale ist nur eine Identität des Allgemeinen und Besonderen.
Nationen, die in sich unverträglich sind, gewinnen durch Kriege nach außen Ruhe im Innern.
Das Mittelmaß bleibt und regiert am Ende der Welt.
Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat.
Der Mensch ist, was er als Mensch sein soll, erst durch Bildung.
Zweck des Staates ist, daß ein Volk nicht als solches Aggregat zur Existenz, zur Gewalt und Handlung komme.
Der Kampf der Vernunft besteht darin, dasjenige, was der Verstand fixiert hat, zu überwinden.
Insofern die Erfüllung der Pflichten mehr als subjektives Eigentum des Individuums erscheint und mehr seinem natürlichen Charakter angehört, ist sie Tugend.
In unsern modernen Staaten ist der Zweikampf kaum für etwas anderes zu erklären als für ein gemachtes Sichzurückversetzen in die Rohheit des Mittelalters.
Das Urteil, das die Schule fällt, kann so wenig etwas Fertiges sein, als der Mensch in ihr fertig ist.
Der Staat ist die Wirklichkeit der konkreten Freiheit.
Die Mutter ist der Genius des Kindes.
Das Ideal ist das Wirkliche in seiner höchsten Wahrheit.
Was wäre denn sonst der Mühe wert, es zu begreifen, wenn Gott unbegreiflich wäre?
Werden, Entwicklung, Entfaltung ist das allgemeine Gesetz der menschlichen Dinge, wie das der Natur.
Das Vernünftige ist die Landstraße, wo jeder geht, wo niemand sich auszeichnet.
Der Staat ist die Wirklichkeit des substantiellen Willens.
Reflektieren überhaupt ist das Fortgehen zu mehreren Bestimmungen eines Gegenstandes und das dadurch zustande kommende Zusammenfassen derselben in einer Einheit.
Im Staat wird diejenige Freiheit beschränkt, welche Willkür ist und sich auf das Besondere der Bedürfnisse bezieht.
Es ist sehr wichtig, daß die Philosophie wieder eine seriöse Angelegenheit wird.
Das Urteilen ist das Beziehen eines Einzelnen auf den Begriff.
Der Witz verknüpft ihrem äußeren Anschein nach einander fremdartige Vorstellungen nach einer Seite, in der sie eine unerwartete Gleichheit darbieten.
Die Rätsel der alten Ägypter waren ebenso die Rätsel für die Ägypter selbst.
Talent ist spezifische, Genie allgemeine Begabung.
Der Mut zur Wahrheit ist die erste Bedingung des philosophischen Studiums.
Das wahrhafte Gewissen ist die Gesinnung, das, was an und für sich gut ist, zu wollen.
Die Armut an sich macht keinen zum Pöbel.
Begriff: das Ganze der Bestimmungen.
Die Vorstellung, welche der Mensch von Gott hat, entspricht der, welche er von sich selbst, von seiner Freiheit, hat.
Alles Gute, Große, Schöne der Menschheit nimmt seinen Ursprung unzweifelhaft aus mütterlichem Einfluß.
Musik ist die Aufhebung aller Räumlicheit.
Die Sprache ist der Leib des Denkens.
Das Zeitungslesen des Morgens ist eine Art von realistischem Morgensegen.
Von der Größe und Macht des Geistes kann der Mensch nicht groß genug denken.
Der Verstand ist die wundersamste oder vielmehr die absolute Macht.
Es ist die Ehre großer Charaktere schuldig zu sein!
Alles in der Muttersprache ausdrücken zu können, bekundet höchste Geistes- und Seelenbildung.
Wer mit lauterem Herzen handelt, wird am ehesten mißverstanden von den Leuten mit dem moralischen und religiösen Lineal.
Alle Bildung fängt mit dem Gegenteil dessen an, was man jetzt als akademische Freiheit preist, mit dem Gehorsam, mit der Unterordnung, mit der Zucht, mit der Dienstbarkeit.
Man muß seinen Freunden so wenig als möglich beschwerlich fallen.
Was der Mensch im Laufe seines Lebens wirkt, hängt doch mehr von seinem Charakter ab als von dem Reichtum seines Wissens.
Der Mensch ist dies: den Widerspruch in sich zu haben und doch die Kraft über das Viele, sich Widersprechende zu sein.
Schweigen ist eine wesentliche Bedingung für jede Bildung und jedes Lernen.
Der Mensch wird nicht frei geboren, er wird geboren, um frei zu werden.
Die Freundschaft hat vornehmlich die Jugend zu ihrem Boden und ihrer Zeit.
Wenn die Tatsachen nicht mit der Theorie übereinstimmen – umso schlimmer für die Tatsachen.
Das wahrhaft königliche Vermögen der Seele, der göttliche Funken im Menschen ist die Vernunft. Werde Herr in dem großen Wunderreiche deines eignen Innern.
Leidenschaftliche Liebe und Ehe ist zweierlei.
Das Volk, insofern mit diesem Worte ein besonderer Teil der Mitglieder eines Staats bezeichnet ist, drückt den Teil aus, der nicht weiß, was er will.
Die Reue ist das Gefühl der Nichtübereinstimmung meines Tuns mit meiner Pflicht oder nur mit meinem Vorteil – in jedem Fall also mit etwas An-und-für-sich-Bestimmten.
Demut ist, alle Ausgezeichnetheit, alle Eigentümlichkeit bei Seite zu setzen und sich in die Sache des Allgemeinen zu vertiefen.
Jedes System ist ein System der Freiheit und der Notwendigkeit zugleich.
Es wird einmal der Moment kommen, wo die Kunst für immer aus unserem Leben verbannt, wo ihr Einfluß auf das Leben unbedeutend sein wird.
In der Materie waltet ewiges tägliches Werden, aus Nichtsein erwächst zunächst nur Werden.
Höchste Geistes- und Seelenbildung bekundet es, alles in seiner Muttersprache sagen zu können.
Das Geistige allein ist das Wirkliche.
Was das Individuum betrifft, so ist ohnehin jedes ein Sohn seiner Zeit; so wie auch die Philosophie ihre Zeit in Gedanken erfaßt.
Wie man das nicht begehrt, was man nicht kennt, so kann man es auch nicht hassen.
Der Gegenstand ist dem Wesen nach dasselbe, was die Bewegung ist, sie die Entfaltung und Unterscheidung der Momente, er das Zusammengefaßtsein derselben.
Bier treibt auf Urin.
Das reine Sein und das reine Nichts ist also dasselbe.
Jede Vorstellung ist eine Verallgemeinerung, und diese gehört dem Denken an. Etwas allgemein machen, heißt, es denken.
Die Ungeduld verlangt das Unmögliche, nämlich die Erreichung des Ziels ohne die Mittel.
Wem ich vertraue, dessen Gewißheit seiner selbst ist mir die Gewißheit meiner selbst.
Die Weltgeschichte geht von Osten nach Westen, denn Europa ist schlechthin das Ende der Weltgeschichte, Asien der Anfang.
Das Bekannte ist darum, weil es bekannt ist, nicht erkannt.
Dies ist das unendliche Recht des Subjekts, daß es sich selbst in seiner Tätigkeit und Arbeit befriedigt findet.
Das Wahre ist das Ganze.
Jede Philosophie ist zu ihrer wahren Zeit erschienen. Es kann kein Individuum über seine Zeit hinaus; seine Zeit enthält das Prinzip seines Geistes.
Es ist das Talent, wodurch der Mensch Mensch ist, das Denken.
Was vernünftig ist, ist wirklich, und was wirklich ist, ist vernünftig.
Die Weltgeschichte ist nicht der Boden des Glücks. Die Perioden des Glücks sind leere Blätter in ihr.
Geschichte ist nur das, was in der Entwicklung des Geistes eine wesentliche Epoche ausmacht.
In der griechischen Schönheit ist das Sinnliche nur Zeichen, Ausdruck, Hülle, worin der Geist sich manifestiert.
Wie die Substanz der Materie die Schwere ist, so müssen wir sagen, ist die Substanz das Wesen des Geistes, die Freiheit.
Glücklich ist derjenige, der sein Dasein seinem besonderen Charakter, Wollen und Willkür angemessen hat und so in seinem Dasein sich selbst genießt.
Das ist die List der Vernunft zu nennen, daß sie die Leidenschaften für sich wirken läßt, wobei das, durch was sie sich in Existenz setzt, einbüßt und Schaden leidet.
Die Weltgeschichte ist die Zucht von der Unabhängigkeit des natürlichen Willens zum Allgemeinen und zur subjektiven Freiheit.
Man muß damit anfangen, Gedanken anderer auffassen zu können.
Die Weltgeschichte ist der Fortschritt im Bewußtsein der Freiheit.
Wer die Welt vernünftig ansieht, den sieht auch sie vernünftig an. Beides ist Wechselbestimmung.
Daß die Philosophie nur eine ist und nur eine sein kann, beruht darauf, daß die Vernunft nur eine ist.
Wenn die Kritik selbst einen einseitigen Gesichtspunkt gegen andere ebenso einseitige geltend machen will, so ist sie Polemik und Parteisache.
Der Gehorsam ist der Anfang aller Weisheit.
Ich kann mir bei der Musik nichts denken.
Willst du leben, mußt du dienen; willst du frei sein, mußt du sterben.
Die Bewegung des Wesens ist überhaupt das Werden zum Begriffe.
Durch die Wiederholung wird das, was im Anfang nur als zufällig und möglich erschien, zu einem Wirklichen und Bestätigten.
Die Vernunft ist ebenso listig als mächtig.