Zitate von Georg Forster

Wer ist so blödsinnig, daß er die Wahrheit nicht erkennen, wer so neidisch, daß er die erkannte Wahrheit nicht mitteilen möchte?
Es gibt nur zwei Wege, wie man auf die Überzeugung eines Menschen wirken kann: durch den Kopf und durch das Herz.
Zum Selbstgefühl erwachen, heißt schon frei sein.
Paris empfindet, denkt, genießt und verdauet für das ganze Land.
Schweigen kann ich, aber nicht gegen meine Überzeugung handeln und schreiben.
Die Weisesten merken höchstens nur, wie das Schicksal sie leitet und sind es zufrieden.
Wo das Gefühl spricht, muß alles andere schweigen!
Wir sind Aufbewahrer der unzähligen Begebenheiten, der Erfahrungen, der Erfindungen und der Werke des menschlichen Geistes.
Zu Schiffe fällt aber auch alles weg, was in Städten den Umgang in vermischter Gesellschaft erträglich oder wünschenswerth macht.
Allein, was liegt denn auch daran, ob die Bilder, die wir uns selbst aus der bloßen Kraft unseres Wesens schaffen müssen, einem Vorbilde genau entsprechen?
Männliche Schönheit glückt überhaupt den Künstlern seltner, vielleicht weil sie wirklich seltner ist.
Die Wissenschaften werden verächtlich im Munde des Lehrers, der sie mechanisch erlernte, um sie mechanisch herzuleiern.
Ein Freund ist ein Wesen, das uns trägt mit unseren Fehlern und Mängeln allen.
Armes Menschengeschlecht! Aus welchen Abgründen hast du dich noch emporzuarbeiten!
Das Ziel, wohin wir streben, ist uneingeschränkte Herrschaft der Vernunft bei unverminderter Reizbarkeit des Gefühls.
Was man glücklich nennt, war ich nie.
Wissen macht nicht glücklich, auch selbst göttliche Weisheit nicht, ohne die Liebe, wie es im 1. Cor. 13 steht.
Es ist besser frei zu sein, oder nennen wir’s nach Freiheit streben, als elend um Brot betteln bei einem Despoten
Der Mensch ist der höchste Gegenstand der schönheitsbildenden Kunst.
Vor der Morgenröte der Wissenschaften verschwindet die menschliche Unfehlbarkeit.
Wahrheit war die Botschaft, die alle großen Männer an die Menschheit zu verkündigen hatten; Wahrheit, Verhältnis der Dinge unter einander und zu uns.
Mißbrauch kann den Wert der Dinge nicht schmälern.
Leben und Empfindung – sie sind es, die großen Zwecke der Natur.
Zwietracht und Streit sind das Werk anmaßender Begierden und Leidenschaften.
Mit Haben, Gewinnen, Besitzen, Genießen schließt der Ideenkreis eine Kette um den Menschen, die ihn an Staub und Erde fesselt.
Auch des Räubers letzte Zwecke sind ruhiger Besitz und Genuß.
Der Sklav seiner Bedürfnisse ist die Beute aller, die ihn umgeben; er schleppt eine Kette, an der man ihn leiten kann, wohin man will.