Zitate von Fjodor Michailowitsch Dostojewski

Alle Gerechten, alle Heiligen, alle Märtyrer sind glücklich gewesen.
Alle großen sittlichen Ideen haben das eine gemeinsam, dass sie ausnahmslos auf der Idee der persönlichen Vervollkommnung beruhen.
Alles liegt in den Händen des Menschen, und er läßt es sich entschlüpfen, weil er feige ist.
Alles Neue hüllt sich als „der Glaube an die Geborgenheit des Menschen in Gott und die Allverbundenheit der Kreatur in der Liebe.“
Allmählich verwandelt das Mysterium des Lebens allen Kummer gewesener Tage in ruhige Heiterkeit.
Am Ende werden sie uns ihre Freiheit zu Füßen legen und zu uns sagen: Macht uns zu euren Sklaven, aber füttert uns.
Ansprüche machen stumpf den Geist.
Auch der armseligste Mensch, mag er noch so eingeschüchtert und heruntergekommen sein, ist ein Mensch und unser Bruder.
Aus hundert Kaninchen wird niemals ein Pferd und aus hundert Verdachtsgründen niemals ein Beweis.
Ausgehend von schrankenloser Freiheit ende ich mit unumschränktem Despotismus.
Beten ist gut, es macht das Herz froh.
Betrügen wir uns doch nicht. Wir berechnen unsere Vorteile sogar bei unseren uneigennützigsten Handlungen, wir berechnen fast unbewußt unwillkürlich.
Bevor du handelst, befreie dich von Zweifeln.
Bevor ihr den Menschen predigt, wie sie sein sollen, zeigt es ihnen an euch selbst.
Bruder, du kannst gar nichts tun, weshalb ich aufhören würde, dich zu lieben.
Dadurch, daß man einen anderen ins Irrenhaus sperrt, beweist man noch nicht seinen eigenen Verstand.
Das Glück liegt nicht nur in den Ekstasen der Liebe, sondern auch in einer sehr tiefen geistigen Harmonie.
Das Lachen ist die sicherste Probe auf einen Menschen.
Das Lachen verlangt Arglosigkeit, die meisten Menschen lachen aber am häufigsten boshaft.
Das lebendige Leben muß etwas unglaublich Einfaches sein. Und deshalb gehen wir an ihm vorüber, ohne es zu erkennen.
Das Menschengeschlecht erkennt seine Propheten nicht und tötet sie, doch es liebt seine Märtyrer.
Das Pack der Aufklärer und Zerstörer weiß für jede Gemeinheit eine vermeintliche Rechtfertigung.
Das Schwierigste im Leben ist, zu leben und nicht zu lügen … und nicht an deine Lügen zu glauben.
Das Verbrechen ist die einzige Zuflucht der talentlosen, ungeduldigen und gierigen Unbedeutendheit.
Das Wort ‚tierische Grausamkeit‘ ist für die Tiere beleidigend.
Daß Gottes Sohn am Kreuze starb, kann nie ein Glücklicher verstehn, doch ist der Kreuzestod ein Weg, auf dem zu Gott die Füße gehn.
Dem Hund einen hündischen Tod.
Der Gerechte ist sterblich und geht dahin, sein Licht jedoch bleibt.
Der Mensch hat bisher nichts anderes getan, als sich einen Gott auszudenken, um leben zu können, ohne sich selbst umzubringen.
Der Mensch ist durch die Zivilisation wenn nicht blutdürstiger, so doch gewiß auf eine schlechtere, gemeinere Weise blutdürstig geworden.
Der Mensch ist ein Geheimnis. Bist du dein Leben lang bemüht, es zu enträtseln, dann sage nie, daß du es vergeudet hast.
Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, daß er glücklich ist.
Der Mensch kann nicht bestehen, ohne etwas anzubeten.
Der Mensch verlangt nicht so sehr nach Gott als nach dem Wunder.
Der Mensch wird nicht zum Glück geboren. Der Mensch verdient sich sein Glück immer nur durch Leiden.
Der Mensch, der kein Kind sein durfte, wird ein schlechter Bürger sein.
Der Spiegel der Natur ist der klarste Spiegel! Ihn muß man schauen, an ihm sich ergötzen.
Der Teufel schläft nicht.
Der Verstand ist ein Schuft. Dummheit dagegen ist offenherzig und ehrlich.
Die Angst ist der Fluch des Menschen.
Die beste Beschreibung des Menschen ist meiner Ansicht nach: der undankbare Zweifüßler.
Die Bösen gehen an ihrer eigenen Bosheit zugrunde.
Die dienende Liebe ist eine ungeheure Kraft. Sie ist die allergrößte Kraft, und ihresgleichen gibt es nicht.
Die Dummheit ist unbesiegbar.
Die Einbildung des Größenwahnsinnigen wird immer stärker sein als jede Wahrheit, die er erfahren könnte.
Die Erde ist ein Paradies, zu dem wir aber den Schlüssel verloren haben.
Die Fröhlichkeit des Menschen ist der Zug, der mehr als alles andere den Menschen verrät.
Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schaffen sie selbst; sie liegt in unseren Herzen eingeschlossen.
Die Höhe einer Menschenseele ist zum Teil danach zu ermessen, wie weit und vor wem sie fähig ist, Ehrfurcht und Verehrung zu bezeugen.
Die Intelligenz ist ein Geschenk des Teufels.
Die Kinder schlagen sich gerade dann herum, wenn sie noch nicht gelernt haben, ihre Gedanken auszudrücken, genauso wie wir.
Die Klage aber ist nur das Bedürfnis, die schmerzende Wunde immer wieder zu berühren.
Die Liebe ist eine gewaltige Kraft; sie ist die einzige unüberwindliche Kraft dieser Welt.
Die Menschen brauchen nicht Freiheit, sie brauchen Brot.
Die Menschen sind einsam auf Erden – das ist das Unglück!
Die Menschheit kann nicht ohne höhere Idee leben.
Die russische Wirklichkeit ist ein erhabenes, universelles, geordnetes Chaos.
Die Schönheit ist eine furchterregende und geheimnisvolle Sache.
Die Schönheit rettet die Welt.
Die Seele wird geheilt, wenn sie mit Kindern zusammen ist.
Die Selbsttäuschung beherrscht der Mensch noch sicherer als die Lüge.
Die Sprache ist die Form, die Gestalt, das Gewand des Geistes.
Die Überzeugungen und der Mensch sind sehr oft verschiedene Dinge.
Die unverfälschte Wahrheit ist immer unwahrscheinlich … Um die Warheit wahrscheinlicher zu machen, muß man ihr unbedingt etwas Lüge beimischen.
Die Welt soll durch Zärtlichkeit gerettet werden.
Dulde, mühe dich, bete und hoffe, das sind die Weisheitsregeln, die ich der ganzen Menschheit mit einem Male einprägen möchte.
Durch Umgang mit Kindern gesundet die Seele.
Ehe du zu handeln beginnst, sei dein Geist frei von Zweifel.
Ein Dummkopf ist immer zufrieden mit dem, was er gesagt hat und sagt immer mehr als nötig. Er schwelgt richtig darin, viel Lärm um Nichts zu machen.
Ein ganzes Buch könnte manchmal nicht fassen, was Klatschbasen beiderlei Geschlechts bei der geringsten Gelegenheit zusammenphantasieren.
Ein jedes Mißverständnis läßt sich durch Gradheit, Offenheit und Liebe beseitigen.
Ein Kind zu retten bedeutet, die Welt zu retten.
Ein vollständiger Atheist steht auf der vorletzten Stufe zum vollständigsten Glauben.
Einem wirklich Gottlosen bin ich in meinem ganzen Leben noch nicht begegnet. Statt seiner bin ich nur dem Ruhelosen begegnet.
Einen Menschen lieben heißt, ihn so sehen, wie Gott ihn gemeint hat.
Einsamkeit und Faulheit umschmeicheln die Phantasie.
Entscheide dich stets für die Liebe! Wenn du dich ein für allemal dazu entschlossen hast, wirst du die ganze Welt bezwingen.
Es gibt Begegnungen mit Menschen, die uns vom ersten Augenblick ein Interesse abgewinnen, bevor wir noch ein Wort mit ihnen gesprochen haben.
Es gibt eine Kraft, die alles erträgt.
Es gibt ja nichts Schlaueres, als sich ohne jede Verstellung so zu geben, wie man ist, denn das glaubt einem ja doch kein Mensch.
Es gibt kein Glück im Wohlstand, durch Leiden wird Glück erkauft.
Es gibt keine Tugend ohne die Unsterblichkeit.
Es gibt nichts, das höher, stärker, gesünder und nützlicher für das Leben wäre als eine gute Erinnerung aus der Kindheit, aus dem Elternhause.
Es ist doch erstaunlich, was ein einziger Sonnenstrahl mit der Seele des Menschen machen kann.
Es ist meine Schuld, meine ganz persönliche Schuld, daß die Welt elend ist.
Es ist nicht der Verstand, auf den es ankommt, sondern auf das, was ihn leitet: Herz und Charakter.
Es ist nur eine Kleinigkeit, aber diese Kleinigkeiten verderben immer alles.
Es ist schwer und bitter, bei fremden Menschen zu leben und sich ihnen in allem anzupassen, sich selbst zu verleugnen und ganz von ihnen abhängig zu sein.
Es ist sündhaft, in Apathie zu verfallen. Verstärkte Arbeit – con amore – das ist das wirkliche Glück.
Es kann der Mensch überhaupt nicht eine so große Sünde tun, daß sie die unendliche Liebe Gottes zur Erschöpfung brächte.
Es lebe der große Gedanke, der ewige, unvergeßliche Gedanke. Jeder Mensch, wer er auch sei, muß sich davor beugen, daß der große Gedanke existiert.
Es müßte doch so sein, daß jeder wenigstens eine Stelle hat, wo er Mitleid findet.
Fluch auf den Vorteil der Kultur, sogar auf die Kultur selbst, wenn sie den Menschen demütigen muß, um sich zu erhalten.
Fremdes Leid macht nicht gescheit.
Für einen starken Menschen ist es oft sehr schwer, seine eigene Stärke zu ertragen.
Gehen Sie geraden Weges, ohne Kompromisse im Leben.
Geld heißt soviel wie geprägte Willensfreiheit, es ist daher für den Menschen, der dieser beraubt ist, von zehnfachem Werte.
Geld ist geprägte Freiheit.
Gerade die schlauesten Menschen sind oft mit dem einfachsten Mittel am leichtesten zu fangen. Das ist die gerechte Strafe für ihren Verstandesdünkel.
Glück ist nur in der Tugend enthalten.
Gott ist für mich schon deshalb unentbehrlich, weil er das einzige Wesen ist, das man ewig lieben kann.
Gott ist nicht bei der Macht, Er ist allein bei der Wahrheit.
Große Gedanken entspringen weniger einem großen Verstand als einem großen Gefühl.
Hast du verstanden? Halte mich nicht zurück! Meine Zeit ist gekommen, ich muss sterben!
Heutzutage … ist der Mann der Herr, und eine gute, wohlgesittete Frau muß ihm in allen Stücken zu Gefallen leben.
Ich bin der Teufel, und nichts Menschliches ist mir fremd. [Nach Terentius]
Ich glaube, daß das Glück nur in der heiteren Auffassung des Lebens und in der Vortrefflichkeit des Herzens und nicht in den äußeren Umständen liegt.
Ich glaube, daß in jedem Menschen weit mehr Gutes steckt, als es äußerlich scheint.
Ich glaube, die beste Definition des Menschen lautet: undankbarer Zweibeiner.
Ich glaube, Träume träumt nicht die Vernunft, sondern der Wunsch, nicht der Kopf, sondern das Herz.
Ich hatte ungeheuer vieles noch nicht gesehen und nicht bemerkt an diesem Menschen, den ich bereits verurteilte.
Ich liebe die Menschen. Nur die Vorstellung, mit einem von ihnen das Zimmer zu teilen, ist mir unerträglich.
Ich log mein ganzes Leben. Auch dann, als ich die Wahrheit sagte. Nie sprach ich zu Gunsten der Wahrheit. Ich sprach nur zu Gunsten meiner selbst …
Ich sammelte alle meine Gefühle in meinem Gebet.
Ich weiß aus bitterer Erfahrung, wie trügerisch mitunter das Äußere sein kann, daß sich unter Blumen manchmal eine Schlange verbirgt.
Ich will nicht und ich kann auch nicht glauben, daß das Böse der Normalzustand der Menschen sei.
Im Realisten wird der Glaube nicht durch das Wunder hervorgerufen, sondern das Wunder durch den Glauben.
Im Unglück sieht man die Wahrheit klarer.
Im Westen hat man Christus verloren, und deshalb kommt der Westen zu Fall, einzig und allein deshalb.
In allem Geschaffenen ist eine Einheit wirklich, gegenwärtig, lebendig, und jede Tat wirkt in jede spätere Tat hinein und wird durch frühere Tat mitbestimmt.
In der abstrakten Menschenliebe liebt man fast immer nur sich selbst.
In der Schule sind die Kinder ein unbarmherziges Volk. Einzeln sind sie die reinen Engel, zusammen aber sind sie erbarmungslos.
In jedem Unglück liegt etwas, das die anderen aufmuntert, schon durch den bloßen Gedanken, daß nicht er es ist, dem es passierte.
Irrtümer sind die Stationen auf dem Weg zur Wahrheit.
Ist ein Mensch unzufrieden, fehlen ihm die Möglichkeiten, sich zu äußern und das zu zeigen, was an Gutem in ihm steckt.
Jedenfalls kann man schlecht sein und dennoch durch Geist, Gefühl und angenehme Manieren entzücken.
Jeder ist an allem Schuld. Wenn jeder das wüßte, hätten wir das Paradies auf Erden.
Jeder ist für alles vor allen verantwortlich.
Jeder Mensch verbirgt in sich einen Poeten. Der letzte Poet wird sterben, wenn auch der letzte Mensch stirbt.
Jedes Unangenehme hat auch sein Gutes.
Jedes Volk hat seinen eigenen Begriff von Gut und Böse.
Kannst du die Frage stellen: „Bin ich für mein Handeln verantwortlich oder nicht?“, so bist du es.
Kein Mensch denkt nach. Selten bringt es einer bis zu einer eigenen Idee.
Kinder können deine Seele heilen.
Kinder machen die Seele gesund.
Läßt man Klatschbasen an der Tür absagen, kommen sie durchs Fenster herein.
Leidenschaft ist ausschließend, und Eifersucht die ausschließendste aller Leidenschaften.
Liebevolle Demut ist eine gewaltige Macht, die stärkste von allen, und es gibt keine andere, die ihr gleichkäme.
Liebt die ganze Schöpfung – jedes Blatt und jeden Sonnenstrahl! Wenn ihr das tut, werden sich euch die Geheimnisse des Göttlichen offenbaren.
Man kann als Armer noch den Adel der angeborenen Gefühle bewahren, als Bettelarmer aber nie und nimmer.
Man kann die Menschen nicht lieben, ohne ihre Freude zu lieben.
Man kann sogar ein Lump sein und doch die Witterung für das, was Ehre ist, nicht einbüßen.
Man muß nachsichtig sein, und vieles, vieles kann man dann verzeihen.
Man muß wirklich ein großer Mensch sein, um sich dem gesunden Menschenverstand gegenüber durchsetzen zu können.
Man sollte andere nicht belehren wollen, wenn man unfähig ist, seine eigenen Gedanken ordentlich auszudrücken.
Manch einer ist in seiner Erbitterung härter denn ein Stein, sein Herz aber ist voll von gärenden Träumen.
Mancher denkt sich Abenteuer aus und ganze Romane und dichtet sich das Leben zurecht, um wenigstens auf diese Weise nach Wunsch zu leben.
Meiner Ansicht nach ist der Katholizismus nicht einmal ein Glaube, sondern einfach die Fortsetzung des weströmischen Kaisertums.
Mensch, erhebe dich nicht über die Tiere: Sie sind sündlos, du aber mit deiner Erhabenheit befleckst die Erde.
Menschen neigen dazu, im Kampf um das hehre Gut der Freiheit das Leben zu riskieren, aber nur, um es hernach wieder einem neuen Führer anzudienen.
Menschliche Behandlung kann sogar einen solchen zum Menschen machen, in dem Gottes Ebenbild längst erloschen ist.
Mit Kindern zusammen zu sein ist Balsam für die Seele.
Mitleid ist ja doch das erste und vielleicht das einzige Daseinsgesetz der ganzen Menschheit.
Nicht der Verstand ist die Hauptsache, sondern das, was ihn lenkt – die Natur, das Herz, die edlen Instinkte, die Entwicklung.
Nichts ist so schwer wie die Geradheit, und nichts so leicht wie die Schmeichelei.
Nichts ist unglaubwürdiger als die Wirklichkeit.
Nie habe ich mir die Menschen vorstellen können ohne Ihn.
Niemals läßt sich aus Büchern lernen, was man nicht mit eigenen Augen sieht.
Nur das Schlechte zu sehen, ist schlechter als überhaupt nichts zu sehen.
Nur durch Arbeit und Kampf ist Selbständigkeit und das Gefühl der eigenen Würde zu erlangen.
Ohne Gott jedoch zu leben, ist nur eine Qual.
Ohne Heimat sein heißt leiden.
Ohne Liebe ist das Leben die Hölle, das ist die Unfähigkeit zu lieben.
Ohne Liebe ist nichts zu erreichen, es sei denn mit Gewalt.
Physische Kraft ist im Gefängnis nicht weniger nötig als moralische, um all die materiellen Unannehmlichkeiten dieses unseligen Lebens ertragen zu können.
Raffgier und Unvernunft in unseren Wünschen richten uns zugrunde.
Schönheit wird die Welt erretten.
Sehr oft macht die Wahrheit den Eindruck des Unmöglichen.
Sie haben keine Ideen mehr, deswegen suchen alle unaufhörlich nach Wundern.
Sie lieben die Menschen und verachten den einzelnen Unglücklichen.
Sind wir nur endlich wir selbst geworden, so werden wir auch endlich Menschengestalt annehmen und nicht wie bis dahin nur den Affen gleichen.
So ist es auf Erden: Jede Seele wird geprüft und wird auch getröstet.
Suche im Leid das Glück.
Tränen reinigen das Herz.
Übrigens haftet der Wirklichkeit immer etwas von Schusterhaftigkeit an, selbst wenn sie aus einem noch so reinen Streben nach dem Ideal hervorgeht.
Um Vollkommenheit zu erreichen, muß man erst vieles nicht begriffen haben! Begreifen wir zu schnell, so begreifen wir wahrscheinlich nicht gründlich.
Und gib dir Mühe, nicht solchen Blödsinn zu schreiben. Fakten, Fakten und Fakten und die Hauptsache, möglichst kurz.
Und mag die Schmeichelei noch so plump sein, es wird doch unbedingt mindestens die Hälfte als Wahrheit geglaubt.
Uns selbst anzulügen ist tiefer in uns drin als andere anzulügen.
Veränderung ist das, was die Leute am meisten fürchten.
Viel Leid ist in die Welt gekommen durch Mißverständnisse und Dinge, die nicht gesagt wurden.
Völlig frei wird der Mensch nur dann, wenn es ihm einerlei sein wird, ob er lebt oder nicht. Das ist das Ziel aller Bestrebungen.
Wahrhaft große Leute müssen in dieser Welt immer eine große Traurigkeit empfinden.
Was glaubst du, wie dem zumute ist, der niemand hat, der für ihn betet?
Was ist das Wort Christi ohne sichtbares Beispiel?
Was ist die Hölle? Ich meine so: das Leiden darüber, daß man nicht mehr lieben kann.
Was wäre ich denn ohne Gott?
Wehe dem, der ein Kind kränkt!
Wenn alles auf Erden vernünftig wäre, würde nichts geschehen.
Wenn du willst, daß man dich achte, so achte vor allem dich selbst; nur dadurch, nur durch Selbstachtung, zwingst du auch andere, dich zu achten.
Wenn man liebt, dann gedenkt man der Kränkung nicht lange.
Wenn man nicht weiter ausschreiten kann, ist ein kleiner Schritt besser als gar nichts.
Wer den Alltag meistert, ist ein Held.
Wer den Mut hat, sich zu töten, der ist hinter den Schwindel gekommen.
Wer den Wolf scheut, soll nicht in den Wald gehen.
Wer die Menschen liebt, liebt auch ihre Freuden.
Wer kann die Folgen einer einzigen guten Tat voraussehen und welche Bestimmung ihr zufällt in der Entscheidung des Geschicks der Menschheit?
Wer nur um die Furcht zu töten Selbstmord begeht, wird sofort ein Gott.
Wer wird nicht in Zorn geraten, wenn die Sache auch ohne naive Fragen klar ist und wenn man beschlossen hat, nicht mehr darüber zu sprechen.
Werde reich und alles gehört dir. Es gibt keinen sittlich verdorbeneren Gedanken als diesen.
Wie doch Freude und Glück einen Menschen schön machen!
Wird einer, dem man logisch beweist, dass er durchaus keinen Grund zum Weinen habe, deshalb aufhören zu weinen?
Wo es keine Liebe gibt, dort gibt es auch keinen Verstand.
Worte sind noch keine Taten.
Wozu die Tage zählen! Dem Menschen genügt ja ein einziger Tag, um das ganze Glück zu erfahren.
Zu keiner einzigen Wahrheit ist man gelangt, ohne daß man vorher vier oder vierzigmal Unsinn gesagt hätte.
Zu laut und zu industriell wird die Menschheit, zu wenig geistige Ruhe hat sie.