Zitate von Ernst Moritz Arndt

Alles muß der Mensch lernen, der auf Bildung Anspruch machen will: nur seine Sprache will der Deutsche nicht lernen, sie soll ihm von selbst kommen.
Das Leben selbst ist das größte Nichts ohne das Gefühl eines höheren Lebens.
Der ist ein schlechter Mann, der die Hoffnung verliert.
Der Mensch ist am phantasievollsten in seinen Rechtfertigungen.
Der Mensch kann unendlich viel, wann er die Faulheit abgeschüttelt hat, und sich vertraut, daß es ihm gelingen muß, was er ernstlich will.
Die Freiheit kann nicht untergehn, Solange Schmiede Eisen hämmern.
Die Freiheit und das Himmelreich gewinnen keine Halben.
Die Guten sind nie allein.
Die Liebe ist die Schöpferin und Meisterin aller Dinge und Gottes älteste Gesellin.
Die Völker kämpfen um das Recht, und werden ewiglich darum kämpfen. Krieg ist, weil die irdische und menschliche Natur es so will.
Dies ist das Ewige, daß man Liebe habe und Liebe bewahre bis ans Ende.
Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt, verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Eine Sprache muß verarmen und sich verdunkeln und verlöschen, von welcher ganze Seiten geradezu brach liegen und nicht bearbeitet werden.
Erziehen soll nicht ein Ziehen und Zerren sein, sondern ein Leiten an unsichtbarer Hand.
Es ist allemal besser, mutig drauf los zu gehen als bedächtig.
Es ist kein köstlicheres Ding als die Liebe. Denn sie war Gottes Gesellin von Anfang, und noch täglich wirkt ihre heilige Kraft Wunder und Glauben.
Es wird trotz allem gegenteiligen Scheins nicht rückwärts, sondern vorwärts gehen. Das steht in meinem Herzen diamantenfest.
Für Freud‘ und Leid ist weiter Raum Im Herzen voll Gefühl.
Gott ist mit keinem Halben.
Gott verläßt die Guten nicht; Gott ist unsre Zuversicht!
Gott wohnt nur in den stolzen Herzen, und für den niedrigen Sinn ist der Himmel zu hoch.
In deinem Glauben ist dein Himmel, In deinem Herzen dein Geschick.
In dem Höchsten und Tiefsten irren ist menschlicher als sich nie von dem flachen Boden elender Sicherheit versteigen.
In dem Stillesten ist das Festeste und in dem Demütigsten das Klarste.
Kind, Jugend, Schönheit, Lust entschwindet, Nur Liebe blüht ein ew’ger Mai.
Leid frißt das Herz und auch den Mut.
Leid schleicht im Finstern wie ein Dieb; der Freude ist die Sonne lieb.
Man kann den Menschen keine erfreulichere Mitgift für das Leben mitgeben, als einen gesunden, starken, allen Gefahren gewachsenen Leib.
Nicht soll in unseren Reihen der Starke herrschen und der Schwache ihm dienen, sondern der Gerechte führt, und der Freie wird ihm gerne gehorchen.
Nichts bricht Herz, Mut und Kraft geschwinder als die Lüge; die Lüge ist das teuflichste, weil das feigste Laster.
Nur dem Fröhlichen blüht der Baum des Lebens.
Nur die Gesinnung, womit der Mensch handelt, macht hienieden alles klein und groß.
Nur durch den einzelnen wird ein Volk.
suchst du Licht, so findest du Licht.
Tränen sind der ew’gen Liebe Boten.
Tue, was du mußt, siege oder stirb, und überlaß Gott die Entscheidung.
Was die Liebe nicht bindet, das ist schlecht gebunden, und was die Treue nicht schirmt, das beschirmt kein Eid.
Wer an Wunder glaubt, vollbringt sie.
Wer die Blume des Frühlings pflückt, versteht die glücklichste Kunst.
Wer fest will, fest und unverrückt dasselbe, der sprengt vom festen Himmel das Gewölbe.
Wer im Großen siegen will, sei im Kleinen fleißig; von eins, zwei kommt man zu drei, von dem Drei zu Dreißig.
Wer ist ein Mann? Wer beten kann und Gott dem Herrn vertraut.
Wer ist ein Mann? Wer beten kann.
Wer nie im Zorn erglühte, kennt auch die Liebe nicht.
Wird verhaltner Zorn zum Grimme, Bricht er dir der Stärke Schaft.
Wo das große Herz waltet, da ist Glück; wo das kleine Herz waltet, da ist Unglück.