Zitate von Demokrit

Alles, was im Weltall existiert, ist die Frucht von Zufall und Notwendigkeit.
Allzustarkes Geldanhäufen für die Kinder ist nur ein Vorwand, durch den sich der eigentliche Charakter der Habgier verrät.
Als Menschen steht es uns an, menschliches Unglück nicht zu verlachen, sondern zu beklagen.
Armut mit Würde zu tragen ist ein Zeichen von Selbstzucht.
Armut, Reichtum: Worte für Entbehrung und Überfluss. Also ist, wer noch etwas entbehrt, nicht reich, und wer nichts entbehrt, nicht arm.
Aus der Klugheit erwachsen diese drei Früchte: Wohl denken, wohl reden, recht handeln.
Bei genügsamer Kost wird die Nachtruhe nicht verkürzt.
Besser sind die Hoffnungen der Gebildeten als der Reichtum der Ungebildeten.
Beständiger Umgang mit Geringwertigen vermehrt Anlage zur Schlechtigkeit.
Das allerschlimmste was man der Jugend lehren kann ist der Leichtsinn. Denn er ist es, der jene Lüste großzieht, aus denen die Lasterhaftigkeit erwächst.
Das Alter ist eine völlige Verstümmelung. Man hat alles, aber jedem einzelnen das man hat, fehlt etwas.
Das Edle erkennen und erstreben nur die von Natur dazu Befähigten.
Das Leben in der Fremde lehrt Genügsamkeit. Ein Stück Brot und eine Streu sind hochwillkommene Mittel gegen Hunger und Ermattung.
Das Privileg der Götter wie der Menschen ist das Lachen.
Das unbotmäßige Leid einer schmerzerstarrten Seele banne durch Vernunft.
Das Weib ist viel rascher bei der Hand Ränke zu spinnen als der Mann.
Das Weib soll seine Zunge nicht üben; denn das wäre arg.
Das Weltall besteht nur aus Atomen und Raum.
Das Wort ist der Schatten der Tat.
Dass man Fehler macht, lässt sich ja nicht vermeiden; aber die Menschen verzeihen einem das nicht leicht.
Der Geist soll sich gewöhnen seine Freuden aus sich selbst zu schöpfen.
Der Mensch, eine kleine Welt.
Der Neider schädigt sich selbst wie einen Feind.
Die Armut in einer Demokratie ist dem gepriesenen Glücke bei den Despoten gerade so sehr vorzuziehen wie die Freiheit der Knechtschaft.
Die Feindschaft mit Verwandten ist viel drückender als mit Fremden.
Die Geizigen teilen das Los der Biene: sie arbeiten, als ob sie ewig leben würden.
Die Gerechtigkeit erfüllen, bedeutet: tun, was man muß; Ungerechtigkeit aber: nicht tun, was man muß, sondern sich davon drücken.
Die Gesetze sind Früchte menschlichen Sinnens, im Gegensatz zu den Dingen der Natur.
Die großen Freuden stammen aus der Betrachtung der schönen Werke.
Die Hoffnungen der richtig Denkenden sind erfüllbar, die der Unverständigen unerfüllbar.
Die Menschen erinnern sich mehr an das Verfehlte als an das Gelungene.
Die Menschen haben die Göttin des Glücks erfunden, um ihr eigenes Unvermögen zu rechtfertigen.
Die Missgunst ist die Wunde der Wahrheit.
Die Seele besteht aus glatten, runden (Feuer-)Atomen, die durch das Einatmen aus der Luft geschöpft und durch das Ausatmen an dieselbe wieder abgegeben werden.
Die Wahrheit muss man sagen; das ist immer das beste.
Die Weltordnung ist Veränderung, das Leben persönliche Wahrnehmung.
Durch Schaden werden die Toren klug.
Ein geordneter Charakter hält auch Ordnung in seinem Leben.
Ein Leben ohne Feste ist wie eine lange Wanderung ohne Einkehr.
Ein Wohltäter ist nicht, wer auf Vergeltung wartet, sondern wer einfach wohlzutun sich vornimmt.
Eine Art Habgier ist’s, alles reden und nichts hören zu wollen.
Einem geringeren Manne zu gehorchen ist schwer.
Einem Weib zu gehorchen ist für einen Mann wohl die äußerste Schmach.
Eines einzigen verständigen Mannes Freundschaft ist besser als die aller Unverständigen zusammen.
Es ist besser für die Unverständigen zu gehorchen als zu herrschen.
Es ist etwas Großes um Pflichttreue im Unglück.
Falsche und heuchlerische Gesellen sind die, welche alles mit dem Mund und in Wirklichkeit nichts tun.
Fortgesetzte Arbeit macht sie leichter durch die Gewöhnung.
Für einen genügsamen Magen gibt es niemals eine schmale Ration.
Geld zu erwerben ist nicht unnützlich, auf ungerechte Weise aber ist es das allerschlimmste.
Gemeinsame Not ist schlimmer als die des einzelnen; denn da bleibt keine Hoffnung auf Beistand.
Glück und Unglück trägt man im Herzen.
Glücklich, wem Vermögen mit Verstand gepaart zu eigen ist; denn er macht davon in allem, was nötig ist, den richtigen Gebrauch.
Glücklich, wer bei geringem Vermögen wohlgemut, unglücklich, wer bei großem missmutig ist.
Gut sein heißt nicht nur kein Unrecht tun, sondern auch keines tun wollen.
Gut und Wahr ist für alle Menschen dasselbe; dagegen angenehm ist dem einen dies, dem andern jenes.
Heftiges Streben nach einem Ziel macht die Seele für anderes blind.
Hochsinnig ist es, die Fehler anderer mit Sanftmut zu ertragen.
Hohen Sinn bekundet es Taktlosigkeit gelassen zu ertragen.
Ich möchte lieber einen einzigen ursächlichen Zusammenhang entdecken als König der Perser werden.
Im gemeinsamen Fisch sind keine Gräten.
Im Spiegel siehst du die Unvollkommenheiten deiner äußeren Erscheinung. Bei den Gefühlen die deiner Seele.
Immer etwas Schönes zu ersinnen ist die Gabe eines göttlichen Geistes.
Immer zaudern lässt die Taten nicht zur Vollendung kommen.
In Wirklichkeit wissen wir nichts, denn die Wahrheit liegt in der Tiefe.
Jede Rechthaberei ist unvernünftig; denn im Hinstarren auf den Schaden des Feindes sieht sie den eigenen Vorteil nicht.
Kein Phänomen kann ein Kriterium sein, weil Phänomene nicht existieren.
Kein Vorgang ist grundlos, sondern alles Geschehen hat seine Ursache und ist notwendig.
Kleine Wohltaten zur richtigen Zeit sind für die Empfänger die wertvollsten.
Körperschönheit ist etwas Tierisches, wenn sich nicht Verstand dahinter birgt.
Kraft und Schönheit sind Vorzüge der Jugend, Blüte des Alters aber ist Besonnenheit.
Man muss entweder gut sein oder ihm nachahmen.
Man soll sich tugendhafter Werke und Taten befleißigen, nicht tugendhafter Worte.
Man soll Wohltaten nur dem mit Vorsatze annehmen, größere wieder zu erstatten.
Mehr Leute werden durch Übung tüchtig als durch Anlage.
Menschen, die den Tod zu fliehen suchen, laufen ihm in den Rachen.
Mut ist der Tat Anfang, doch das Glück entscheidet über das Ende.
Narrheit ist es, sich nicht in die – im Laufe des Lebens – unvermeidbaren Zwangslagen zu schicken.
Nicht aus Furcht, sondern aus Pflichtgefühl meide die Sünden.
Nicht Leibeskraft oder Geld macht den Menschen glücklich, sondern Geradsinnigkeit und Vielseitigkeit.
Nicht nach Fülle des Wissens soll man streben, sondern nach Fülle des Verstandes.
Nicht viel, sondern wahr soll man reden.
Nur die Toten sind ohne Hoffnung.
Ob du einen Toten zum Leben erweckst oder einem Greis Ratschläge erteilst, ist dasselbe.
Ob jemand sich bewährt, hängt nicht nur von seinem Tun, sondern auch von seinen Absichten ab.
Ruhm und Reichtum ohne Einsicht sind unsichere Besitztümer.
Scheinbar ist Farbe, scheinbar Süßigkeit, scheinbar Bitterkeit: wirklich nur Atome und Leeres.
Sei nicht allzu süß, damit du nicht verschlungen wirst, und nicht allzu bitter, damit du nicht ausgespieen wirst.
Seligkeit und Unseligkeit ruht in der Seele.
Seligkeit wohnt nicht in Herden oder Gold: die Seele ist seligen Wesens Wohnsitz.
Tapfer ist nicht nur wer seine Feinde sondern auch wer seine eigenen Lüste überwindet. Es gibt aber Leute, die Staaten beherrschen und dabei Sklaven von Weibern
Tapferkeit verringert die Schicksalsschläge.
Toren haschen nach dem Abwesenden, das Gegenwärtige dagegen, wenn es auch vorteilhafter ist als das ihnen Entgangene, lassen sie umkommen.
Toren wünschen sich das Leben, da sie den Tod fürchten statt des Alters.
Toren wünschen sich langes Leben, ohne doch dessen froh zu werden.
Trau nicht allen, sondern den Bewährten. Denn jenes ist einfältig, dies verständig.
Übereinstimmung der Gedanken bewirkt Freundschaft.
Überschreitet man das richtige Maß, so kann das Angenehmste zum Unangenehmsten werden.
Um das Aufziehen von Kindern ist es eine gewagte Sache: gelingt es, so ist es doch ein Tun voll Kampf und Sorge; misslingt es aber, so ist es ein Leid, an das kein anderes heranreicht.
Um wieviel weiser als der Mensch ist das Tier, das in seinem Bedürfnisse weiß, wieviel es bedarf! Der Mensch dagegen sieht das nicht ein, wenn er ein Bedürfnis hat.
Unzeitige Genüsse erzeugen Ekel.
Ursache des Bösen ist die Unkenntnis des Besseren.
Vergessen der eigenen Sünden erzeugt Frechheit.
Viel Denken, nicht viel Wissen ist zu pflegen.
Viele, die man dafür hält, sind nicht unsere Freunde und viele, die man nicht dafür hält, sind es.
Viele, die nichts Vernünftiges gelernt haben, leben trotzdem vernünftig; dagegen führen viele, die die schändlichsten Handlungen begehen, höchst vernünftige Reden.
Von Natur aus ist Arzt, wer andere erheitern kann.
Von Vergnügungen erfreut am meisten, was am seltensten kommt.
Weder Gesundheit noch Geld macht den Menschen glücklich, sondern rechtschaffene Gesinnung und vielseitige Begabung.
Weisheit, die sich nicht einschüchtern lässt, ist das allerwertvollste Gut und höchster Ehre würdig.
Wenig Reden ist ein Schmuck des Weibes; schön ist auch ihre Einfachheit im Schmuck.
Wenn der Körper die Seele wegen der erlittenen Mißhandlungen verklagen wollte, so würde sie nicht loskommen.
Wenn du nicht nach vielem begehrst, wird dir das Wenige viel scheinen. Denn geringes Begehren verleiht der Armut dieselbe Stärke wie dem Reichtum.
Wer das Gute sucht, der findet es nur mit Mühe; das Schlechte aber auch, wenn man es nicht sucht.
Wer den, der sich einbildet Verstand zu haben, zu Verstand bringen will, vergeudet seine Zeit.
Wer keinen einzigen braven Freund besitzt, ist nicht wert zu leben.
Wer niemand Liebe erweist, kann, wie mir scheint, auch bei niemand Liebe finden.
Wer Unrecht tut ist unglücklicher als wer Unrecht leidet.
Wohlverständig ist, wer sich nicht grämt um das, was er nicht hat, sich vielmehr freut über das, was er hat.
Zwei Arten Menschen quälen sich umsonst und mühen sich vergebens: wer Geld sammelt und es nicht verzehrt und wer Wissen erwarb und es nicht anwendet.