Zitate von Dante Alighieri

… der rechte Schmerz, Der wieder uns mit Gott vereint. …
Alle Eintracht hängt ab von der Einheit in den Willenskräften.
Aller Menschen Sitte gleicht dem Laub der Bäume, das vergeht und wiederkehrt.
Alles, was in seiner Art gut ist, ist liebenswürdig.
Begnügt euch, Menschen, mit dem Wort: „So ist es!“
Das Gesicht verrät die Stimmung des Herzens.
Das Grundprinzip unserer Freiheit ist die Freiheit des Willens, die viele im Munde führen, wenige aber verstehen.
Das ist die Strafe für deine Sünde, daß du sie nicht mehr für Sünde hältst.
Das Kleid macht den Mönch – Gott verlangt von uns nur das Herz religiös.
Das Lachen ist ein wetterleuchtendes Aufblitzen der Seelenfreude, ein Aufzucken des Lichtes nach draußen, so wie es innen strahlt.
Das Menschengeschlecht befindet sich im besten Zustande, wenn es möglichst frei ist.
Das Menschengeschlecht kann ohne Freiheit nicht glücklich sein, die politische Freiheit aber ist auf die Freiheit des Urteils begründet.
Der eine hofft vom Niedergang des Nächsten die eigene Erhebung und wünscht deshalb herabgedrückt von seiner Höhe jenen.
Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt.
Der Glaube und die Unschuld sind zu finden nur bei den Kleinen.
Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimmst.
Der Zweifel reizt mich nicht weniger als die Kenntnis.
Derer sind wenige, die Verstand haben.
Die Bürger sind nicht wegen der Konsuln und das Volk nicht wegen des Königs, sondern umgekehrt, die Konsuln wegen der Bürger, der König wegen des Volkes da.
Die Gerechtigkeit besitzt in der Welt dann die meiste Macht, wenn sie demjenigen innewohnt, der den besten Willen und die meiste Macht besitzt.
Die Gerechtigkeit ist nur unter einem Weltmonarchen am mächtigsten, also ist, damit die Welt am besten bestellt sei, die Weltmonarchie oder das Kaisertum erforderlich.
Die Gewohnheiten der Menschen wechseln wie Blätter an einem Zweig: einige gehen und andere kommen.
Die Liebe bewegt die Sonn‘ und andre Sterne.
Die Liebe bindet den Verstand.
Die Liebe treibt um Sonne und Sterne.
Die Liebe zwang noch stets zur Gegenliebe.
Die Natur irrt nie in ihrem Triebe, nur wir können irren, wenn wir zu viel oder zu wenig lieben.
Die wahre Frucht erscheint erst nach der Blüte.
Die Welt ist am besten aufgestellt, wenn in ihr die Gerechtigkeit die meiste Macht besitzt.
Die Welt ist blind, und du kommst her von ihr!
Die Willensfreiheit haben viele im Munde, im Geiste aber nur wenige.
Die Worte sind dazu vorhanden, um das zu sagen, was man nicht weiß (oder nicht gesagt haben will).
Die Zeit geht hin und der Mensch gewahrt es nicht.
Doch siehe, viele rufen: Christus, Christus, die einst ihm fernerstehn beim Weltgericht, als viele, die da immer kannten Christus!
Doch wer bist du, der zu Gericht willst sitzen zum Urteilsspruch auf tausend Meilen Weite, mit einem Blick so kurz wie eine Spanne.
Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Sterne, Blumen und Kinder.
Drei Funken – Stolz, Neid, Gier – glühen in jedem menschlichen Herz.
Du sollst die Tat allein als Antwort sehen.
Ebenso sehr wie zu wissen, gefällt mir zu zweifeln.
Einem kleinen Funken folgt eine große Flamme.
Es gibt kein Wissen, ohn‘ es zu bewahren.
Es gibt keinen größeren Schmerz als die Erinnerung an gute Zeiten in der Not.
Es ist lästig, bei offenkundigen Dingen noch Beweise beizubringen.
Es steht also fest, daß alles, was gut ist, dadurch gut ist, daß es eine Einheit bildet. Das Seiende geht von Natur der Einheit vorher, die Einheit dem Guten.
Es steht gut und am besten um jeden Sohn, wenn er, sofern es ihm seine Natur gestattet, in die Fußstapfen seines Vaters tritt.
Eure Berühmtheit ist wie grünes Gras: es kommt, es geht, dieselbe Sonne sengt es, die zart und frisch es aus der Erde lockt.
Geh deinen Weg und laß die Leute reden.
Gewinnsucht läßt in Angst und Tränen leben.
Gottes Wille ist unser Friede.
Gut ist die Herrschaft der Liebe; denn sie zieht den Sinn ihres Getreuen von allem ab, was bös ist.
Hervortun soll der Mensch sich, daß auf Erden Sein erstes Leben hinterlaß ein zweites.
Hinweg mit der Halbheit!
Ich ruf euch eure Abkunft ins Gewissen: Ihr seid nicht da, zu leben gleich den Kühen, doch zum Verfolg von Tüchtigkeit und Wissen.
Ich starb nicht, und doch blieb ich nicht lebendig.
Ihr Toren und Wahnsinnigen, wißt ihr denn nicht, daß das öffentliche Recht erst an der Grenze der Zeit sein Ende hat und keine Rechnung der Verjährung unterliegt?
Je vollkommener eine Sache, desto empfindlicher für gute und böse Behandlung.
Kaum daß du noch im Kinderherzen siehst Unschuld und Glauben – denn sie beide schwinden, bevor der Flaum auf ihren Wangen sprießt.
Kein größ’rer Schmerz Als sich erinnern glücklich heit’rer Zeit Im Unglück
Kein Schmerz erträgt sich schwerer, als sich erinnern an die Zeit des Glückes im Unglück.
Kein Schmerz ist größer, als sich der Zeit des Glückes zu erinnern, wenn man im Elend ist.
Kein Schmerz kann mehr verwunden, als der: im Elend freudenreicher Tage zu gedenken.
Laßt jede Hoffnung hinter euch, ihr, die ihr hier eintretet.
Lieb‘ und edles Herz sind eines nur.
Man findet am Altar die Frommen und in der Kneipe die Bezechten.
Man muß wissen, daß es Dinge gibt, die unserer Macht nicht unterliegen und die wir nur zu erkennen, nicht hervorzubringen imstande sind.
Nicht, daß ihr wie das Vieh lebt, habt ihr Leben, vielmehr, daß ihr nach Ruhm und Wissen ringt.
Niemand ist uns ein näherer Freund, als wir uns selber sind.
Noch niemals kam zu spät der Gottheit Gnade.
Nur wer bereut, dem wird verziehen.
O eitler Ruhm der Menschenkunst, wie bricht das Grün auf deinem Gipfel bald im Walten der Zeit.
O Menschen, wie ersäuft die Sinnlichkeit und Gier so tief Euch, daß euch aus dem Schaume des Meeres kein Aufwärtsschaun zum Licht befreit!
Ohne Freunde ist unser Leben kein richtiges Leben.
Philosophie ist ein liebevoller Umgang mit der Weisheit.
Schwach ist die Liebe, die sich noch in Worten ausdrücken läßt.
Schwer kämpft der Wille wider bess’ren Willen.
Sich rein zu fühlen, war sein Panzerhemd.
Silber und Gold habt ihr zum Gott gemacht.
So ward euch Licht für Gutes und für Böses
Steh wie ein fester Turm, dem nimmermehr die Spitze schwankt in sturmbewegten Tagen.
Trösten ist eine schwere Kunst, nur wer aus Überwindungen kommt, kann sie.
Trug ist Grundübel menschlicher Natur.
Überall, wo Zwist herrschen kann, da muß es auch eine Entscheidung geben.
Und freier Wille. …
Unter Toren steht wohl der am tiefsten, der ohne Unterschied bejaht und leugnet.
Viel späht und schaut man, doch erblickt nur wenig.
Vom Urbeginn der Schöpfung ist dem Wein eine Kraft beigegeben, um den schattigen Weg der Wahrheit zu erhellen.
Weit besser wohl als ich wußt’s deren Klugheit.
Welchen Nutzen brächte der, der einen Lehrsatz des Euklid zum zweiten Mal bewiese.
Wenn ich einen Fuß im Grabe hätte, würde ich noch lernen wollen.
Wer eine Not erblickt und wartet, bis er um Hilfe gebeten wird, ist ebenso schlecht, als ob er sie verweigert hätte.
Wer sich aber nicht um seinen Beitrag zum allgemeinen Wohl sorgt, zweifele nicht daran, dass er seine Pflicht versäumt.
Wie schwach ist doch die Sprache und verfänglich für die Idee! Und wie verhält sich diese zum Anschaun? –: noch zu viel sagt ›unzulänglich‹.
Wie sich der Teil zum Ganzen verhält, so die Ordnung des Teils zur Ordnung des Ganzen.
Wir sind nur Würmer, doch dazu geboren, ein himmlischer Schmetterling zu werden.
Wissen entsteht nicht durch Zuhören ohne sich das Gehörte ins Gedächtnis zu prägen.
Wo es Streit geben kann, muss es auch ein Gericht geben, da es sonst etwas Unvollkommenes ohne die Möglichkeit der Vervollkommnung gibt.
Zu fürchten hat man allein jene Dinge, die Macht besitzen, Schaden zuzufügen; nicht alles übrige – es ist nicht furchtbar.
Zu was kannst du die Menschenbrust nicht zwingen, verfluchter Durst nach Gold, der uns betört!