Zitate von Clemens von Brentano

Ach nur in dem Abgrund des Todes ist Ruh‘.
Ach, es ist wahrlich all eins, ob man bettelt oder gut lebt, wem das Herz freundlich ist zu geben und seine Liebe wieder willig zu empfangen, der allein ist reich.
Adam muß eine Eva han, auf sie zu schieben, was er getan.
Adam und Eva haben’s Lieben erdacht, ich und mein Schätzle haben’s auch so gemacht.
Dein Beruf ist, was dich ruft.
Der Empfindsame bringt auch nie etwas hervor, weil er sich keines Dinges bemächtigen kann, sondern nur von allem überwältigt wird.
Der Feind geht um und suchet, wo er sich einen fange.
Der Mensch ist auf Erden sich zu bilden und dann wieder die Welt.
Der Sinn des Menschen strebet immer nach dem Unbegreiflichen, als sei dort das Ziel seiner Laufbahn.
Die alte Zeit, da wir jung waren, ist nun jung, da wir alt sind; wir wollen in der jungen Zeit uns unsers Alters freuen.
Die Freiheit ist die Blüte des Gesetzes.
Die Liebe ist ein unwiderstehlicher Hang, alle Persönlichkeit aufzuheben.
Die Liebe lehrt mich lieblich reden, da Lieblichkeit mich lieben lehrte.
Die Menschen sind doch das Herrlichste auf der Welt.
Die Sitte kann keinem Menschen erlassen werden; sie ist eine Allerweltssprache, ohne die man nicht verstanden wird.
Die Töne sind ein wunderbarer lebender Atem der Dunkelheit.
Dornen und Disteln stechen sehr, falsche Zungen noch viel mehr.
Ehrbare Sitte ist ein halb Gesetz!
Eine übergroße Gänseleber, sie mag noch so gut schmecken, setzt doch immer eine kranke Gans voraus.
Es gibt keinen ehrlicheren Weg zur Armut, als in ihr geboren zu sein; denn auch unser Heiland ward in ihr geboren.
Es ist auf Erden nichts zu geben, das des Nehmens wert ist, als das innerste Vertrauen.
Es ist ein Schnitter, der heißt Tod, Er mäht das Korn, wenn’s Gott gebot.
Es ist etwas Entsetzliches in einer Zeit, wo nur die Idee siegt, mit den Waffen in der Hand zu sterben.
Freude singt, was Leid gelitten, Schweres Herz hat leichten Sinn.
Freundschaft heißt nicht zusammenhängen und zusammensitzen, Freundschaft ist groß und frei und liegt im Gedanken, für den jeder Raum gleich nah ist.
Gebet der Erde, was sie gegeben! Es blühet das Leben über dem Grab.
Gewiß ist dies eine, daß Mitleid, welches aus Verachtung entspringt, auch wieder die Quelle der Verachtung wird.
Gib der Alltäglichkeit ihr Recht, und sie wird dir mit ihren Anforderungen nicht zur Last fallen.
Haben Sie Geduld mir mir, ich und der liebe Gott tun es auch!
Jedes Einzelne ist nur Einzelnes, indem es das vergangene Einzelne verschluckt.
Laß uns alles sein, nicht scheinen.
Lasse nur Dir selber die Herrschaft in Deinem Gemüt, und lasse mich einen geringen Anteil dran haben, wir sind ja keine zwei!
Leben lebt allein durch die Liebe.
Man soll keinen guten Willen von sich weisen, wenn er einem auch nicht gerade Not tut, sonst möchte der liebe Freund ausbleiben, wenn er ein andermal gar willkommen wäre.
Man soll Mitleid mit niemand haben, man soll sich vielmehr schämen, daß es so werden konnte!
Nur die Menschen, die vom Leben durchströmt werden, indem sie es durchströmen, sind schöne, glückliche, reine Menschen.
O du unschuld’ger Himmel du! Du lachst aus Kindesblicken.
O Stern und Blume, Geist und Kleid, Lieb‘, Leid und Zeit und Ewigkeit!
Ringlein sehn heut lieblich aus, morgen werden Fesseln draus.
Sei stolz und lasse Deine Einsamkeit Dich nicht verführen, Deine Zeit an Menschen zu verlieren, von denen Du nichts gewinnst.
Sei unbekümmert um die Zukunft, es gibt keine; wenn du in jeder Minute rein und voll und ohne Langeweile lebst, so gibt es nur eine gegenwärtige Ewigkeit.
Um zu blühen und zu fruchten, muß man wurzeln, aber nicht, um ins Kraut zu schießen.
Unkraut jäten allein macht noch keinen Garten, und verhindern ist keine Politik.
Vergangen sei vergangen Und Zukunft ewig fern; In Gegenwart gefangen Verweilt die Liebe gern.
Von allen Gefährten, die mich begleiteten, ist mir keiner so treu geblieben wie der Schutzengel.
Wo dich die Menschen drücken, so hasse sie nicht, sehe sie an wie Pflanzen, die vielleicht auch in einem Boden stehen, der ihnen nicht gerecht ist.
Zärtlichkeit ist eine Waffe.
Zum Hassen oder Lieben Ist alle Welt getrieben, Es bleibet keine Wahl, der Teufel ist neutral.