Zitate von Abraham a Sancta Clara

Auch in der Arche Noahs ist ein Rabe gewesen!
Auf Angst und Schweiß folgt Ruh und Preis.
Baufällig und alt kommt bald in Todes Gewalt.
Beim Bauen muss man schauen, um sich nicht zu verhauen, sonst kommt man in des Elends Klauen.
Das gefährlichste Möbelstück ist die »Lange Bank«, das gefährlichste Instrument die »Alte Leier«.
Das Juwel des Himmels ist die Sonne, das Juwel des Hauses ist das Kind.
Der Ehestand gleicht häufig dem Fische. Da sieht man viel Fröhlichkeit, und muntere Sprünge, im Hintergrunde aber findet sich Galle, ungeheuer viel Galle.
Der Fleiß verjagt, was Faule plagt.
Der Mensch, der gleicht dem Aprilwetter, welches bald schön, bald wild, bald warm, bald kalt, bald trocken, bald naß, bald Sonne, bald Regen, bald Riesel, bald Schnee, bald Blumen, bald Klee.
Der Vorsatz ist wie ein Aal: leichter zu fassen als zu halten.
Der Wein ist eine Medizin, wenn er aber ohne Manier getrunken wird,ist er ein Gift. Der Wein ist eine Erquickungdes Herzens, wenn er aber ohnmäßig getrunken wird, ist er ein Tod der Seele.
Der Zornige gleicht dem Meere, welches, wenn es in Unruhe ist, wenn Stürme die Wellen empor türmen, allen Unrath auswirft. Eben so der Zornige.
Die Bücher sind Brunnenstuben der Wissenschaften.
Die Ehre ist ein Rechenspiel, bald gilt man nichts, bald gilt man viel.
Die Gelegenheit ist der größte Dieb.
Die Kutte ist ein Schelmenfutteral.
Die Schönheit ist wie eine Blum: heut vor dem Busen, morgen vor dem Besen.
Die Wahrheit ist ein Brot, das starke Zähne fordert, eine Braut, die ein jeder schaut, ein Wasser mit dem sich niemand gern wäscht, eine Lanze die schwer verwundet, und Speise, die schwer zu verdauen.
Durch diesen Apfelbiss ist uns der Tod gewiss.
Dürres Holz brennt besser als grünes Holz.
Ein Mensch ohne Wissenschaft ist wie ein Soldat ohne Degen, wie ein Acker ohne Regen, er ist wie ein Wagen ohne Räder, wie ein Schreiber ohne Feder; Gott selbst mag die Eselsköpfe nicht leiden.
Ein schwerer Beutel macht leicht eitel.
Ein zänkisches Weib ist wie ein immer durchtriefendes Dach.
Er hat sich den Nagel selbst gespitzt, auf den er getreten ist.
Es gibt keine andere Brücke in den Himmel als das Kreuz.
Es ist selten ein Buch ohne Eselsohr.
Es sei gleich morgen oder heut, sterben müssen alle Leut.
Faulenzen erweitert des Teufels Grenzen.
Freund und Anker kennet man, wenn sie Hilf in Not getan.
Ihr Unzufriedenen in der Ehe habt euch eure Leiden selbst zugezogen, weil ihr so unbesonnen, so eilig, so vernunftlos in euerer Wahl waret.
Man kann keinen Teufel kämmen, der keine Haare hat.
Mit Geduld und Zeit kommt man mählich weit!
Mit glimpflicher Art, mit Sanftmut und Güte richtet man öfter mehr aus als mit unmäßiger Schärfe.
Schönheit ist wie eine Blume, heute vor dem Busen, morgen vor dem Besen. Behutsamkeit gewinnt den Streit.
Sei du mir tausend Mal willkommen, meine löbliche, liebliche, künstliche, vornehme und angenehme Musika!
Sitzt die Maus im Speck, so piept sie nicht.
Vor Gottes Angesicht taugt grobe Hoffahrt nicht.
Was hilft es dich, wenn deine Voreltern herrlich und ehrlich seind gewest, du aber nit? Wann du von den Eltern das Leben hast und nit das löbliche, so bist du nit adelich.
Wenn das Schwein am fettesten ist, hat es den Metzger am meisten zu fürchten.
Wer bist du, Mensch? Ein Garten voller Disteln. Is nit gnug das. Eine Rose voller Dornen? Is noch nit gnug. Ein Himmel voller Finsternis.
Wer sich in alles will mischen, muss oft die Augen sich wischen.
Wie der alte Schiffer flucht, so flucht auch sein Sohn.
Willst du heiraten, so besinn dich fein Sonst bekömmst du Essig statt des Wein!
Wir halten oft manchen Menschen wegen seiner Mängel und Fehler für unglücklich, ich aber sage, daß derjenige derunglücklichste Mensch ist, welchem kein Mensch gefällt.
Wo das Fleisch verliert, wird der Geist geziert.